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Großer Pappen-Treff

Am Wochenende kommen 90 Trabis zum Rosenhof. Kinder sollten auch einen mitbringen.

Von Jenny Thümmler

Ostalgie am Rosenhof in Biesnitz: Am Wochenende rasseln Dutzende Trabis über das Gelände. Sie kommen aus München, Aachen, Cottbus oder Zwickau nach Görlitz, um am großen Trabanttreffen teilzunehmen – der erste Treff, den die Trabantfreunde Oberlausitz organisieren. Sie selbst gibt es nämlich erst seit einigen Monaten. Und ihr Kreis ist bislang überschaubar: Stefan Otto und Wolfgang Knauber mit ihren beiden Trabis. „Als wir Weihnachten gemütlich zusammensaßen, haben wir beschlossen, diesen Klub zu gründen“, sagt Knauber. Weil in der Nähe nicht mehr viel los sei in Sachen Trabant, von den Zweitaktcowboys Niederschlesien abgesehen. Gedacht, getan. Das Problem: Wolfgang Knauber hatte zu diesem Zeitpunkt noch keinen Trabi. Also begann die Suche und endete glücklich schon im Mai. Einen türkis-grünen 601er nennt er nun sein Eigen. „Extra fürs Treffen“, sagt er fröhlich.

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Stefan Otto hat sein Herz schon früher an das kleine Auto verloren. „Bei einem Treffen in Zwickau vor 20 Jahren.“ Seit 15 Jahren steht nun schon ein Trabi in seiner Garage, ein Cabrio, das er selbst aufgebaut hat. Ein Auto für schönes Wetter, das bei Ottos Hochzeit einen großen Auftritt hatte. Das aber auch ran muss, wenn die Familienkutsche in der Werkstatt ist.

Beide Autos werden am Wochenende zu sehen sein – gemeinsam mit rund 90 anderen angemeldeten. Alle stehen dann auf der großen Wiese unterhalb der Rosenhof-Gebäude. Ab Sonnabend, 10 Uhr, sind Besucher willkommen. Um 14 Uhr bricht ein Teil der Teilnehmer zu einer Ausfahrt auf. Über Promenaden-, Biesnitzer und Zittauer Straße geht es zur Blauen Lagune am Berzdorfer See. Die anderen Autos können den Nachmittag über am Rosenhof begutachtet werden. Eltern sollten ihrem Kind einen Spielzeugtrabi besorgen. Dann gibt’s freien Eintritt ins Kinderspielland im Rosenhof. Sonntag, 10 Uhr, sollen die Trabifahrer ihre Geschicklichkeit unter Beweis stellen: wie breit ist der Trabi, wie lang, wie wendig? Nach der Siegerehrung um 14 Uhr brechen dann alle langsam nach Hause auf. „Wir machen das Treffen auch, um die Trabifahrer aus der Region kennenzulernen“, sagt Stefan Otto. Früher seien die Kontakte enger gewesen, hin und wieder habe eine gemeinsame Ausfahrt stattgefunden. „Das ist leider eingeschlafen, obwohl es viel mehr Spaß macht als allein. Das wollen wir gern wiederbeleben.“ Auch ein Stammtisch mit regelmäßigen Treffen sei denkbar.

Jetzt freuen sie sich aber erst mal auf das Treffen. Auch wenn die Vorbereitung für nur zwei Organisatoren sehr reichlich ist. Und dann müssen die Trabis auch noch auf Hochglanz poliert werden …