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Großharthau lässt nachts Licht brennen – und spart dabei

433 Laternen leuchten mit reduzierter Lichtleistung. Das hat viele Vorteile.

© Thorsten Eckert

Großharthau. Die Gemeinde Großharthau hat die neue Stromspar-Technologie „Dimmlight“ für Straßenlaternen jetzt offiziell in Betrieb genommen. Sie ermöglicht eine Reduzierung beziehungsweise Dimmung der Lichtleistung um maximal 67 Prozent. Weil das massiv Verbrauch und Energiekosten spart, können sämtliche 433 Laternen in Großharthau und den Ortsteilen Bühlau, Seeligstadt und Schmiedefeld nachts durchbrennen. Bislang musste das Licht aus Kostengründen nachts abgestellt werden, entlang der B 6 brannte nur jede zweite Laterne. Die Kosten für den reduzierten Betrieb waren dennoch höher, als nun mit dem durchgängigen „Dimmlight“. Großharthau hofft auf eine jährliche Ersparnis von 8 000 Euro. Gedämpftes Licht schaffe außerdem mehr Sicherheit für Autofahrer, Radler und Fußgänger und ein höheres Sicherheitsgefühl bei Einwohnern, sagte Bürgermeister Jens Krauße (SPD). Seine Gemeinde ist nur eine von wenigen in Ostsachsen, die „Dimmlight“ einsetzt.

Entwickelt wurde die patentierte Technologie von der Firma KD Elektroniksystem Zerbst. Rund 100 000 Euro investierte Großharthau, 70 Prozent davon sind Fördergelder.

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Während die Glühlampen nicht ausgetauscht wurden, gab es Umbauten in den acht Schaltkästen der Gemeinde. Eingesetzt wurden Dimmschalter. Die Dimmung ist individuell regelbar: In Großharthau ist sie ab 16 Uhr möglich. Ein Sensor „erfühlt“, wann es dunkel wird – und setzt das gedimmte Licht in Betrieb. Bis 22 Uhr ist die Lichtleistung um 40 Prozent, ab 22 Uhr bis fünf Uhr um 67 Prozent reduziert. (cm)