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Kamenz

Großröhrsdorf: Abrisstrupp schafft Platz für Schüler

Die letzten Reste der alten Sporthalle verschwinden. An ihre Stelle kommen bald Unterrichtscontainer.

Hier stand über viele Jahre die Einfeldturnhalle des Großröhrsdorfer Schulzentrums. Hier werden Unterrichtscontainer aufgebaut.
Hier stand über viele Jahre die Einfeldturnhalle des Großröhrsdorfer Schulzentrums. Hier werden Unterrichtscontainer aufgebaut. © René Plaul

Großröhrsdorf. Baulärm ist derzeit noch die Begleitmusik beim Unterricht der Großröhrsdorfer Oberschüler. Der Abriss der alten Sporthalle geht langsam dem Ende entgegen. Von dem Bau aus DDR-Zeiten waren schon Mitte der Woche nur noch ein paar Trümmerhaufen übrig. In der kommenden Woche soll der Abriss beendet werden, teilt das Landratsamt auf Nachfrage der SZ mit.

Das Landratsamt ist Eigentümer des Areals. Der Abriss war aus Sicht der Kreisbehörde schon vor ein paar Jahren im Gespräch und Geld im Haushalt dafür eingestellt. Nachdem die neue Dreifeldsporthalle innerhalb des Schulzentrums fertig war. Aber auch die Stadt hatte damals Interesse an dem Altbau angemeldet. Doch es kam erst einmal ganz anders. Ende 2014 brauchte der Landkreis den Bau als Notunterkunft während der Flüchtlingswelle. Danach war eine städtische Nutzung zwar noch nicht ganz vom Tisch, wurde aber immer unwahrscheinlicher. Einerseits, weil die Sanierung der alten Halle unwirtschaftlich erschien, aber auch, weil sie wohl letztlich zu klein für den wachsenden Bedarf der Stadt an Sporthallenkapazitäten erschien. Großröhrsdorf hat sich inzwischen für den Neubau einer größeren städtischen Sporthalle entschieden.

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Inklusive Planungskosten veranschlagt der Kreis 110.000 Euro für den Abriss der Althalle. Der Platz wird schon wieder dringend gebraucht. Auf dem Areal sollen Unterrichtscontainer aufgebaut werden. Eine Reihe steht derzeit bereits vor dem Gebäude der Oberschule und wird seit dem Schuljahresbeginn intensiv genutzt. Der Kreis spricht hier von Übergangscontainern.

Im Mai beschloss der Kreistag diese Lösung und veranschlagte gut 640.000 Euro dafür. Die gestiegene Zahl der Schulanmeldungen an beiden Einrichtungen zwinge zu dieser Ausgabe, hieß es. So wurden zum Schuljahr 2019/2020 in beiden Einrichtungen vier neue 5. Klassen gebildet. Das Gymnasium ist eigentlich nur dreizügig, die Oberschule nur zweizügig ausgebaut. In der Oberschule werden ab August 432 Schüler unterrichtet, am Gymnasium 803. Das sind insgesamt etwa 100 mehr, als ursprünglich für das Jahr prognostiziert.

Auf der neu entstandenen Freifläche entstehen nach dem Turnhallenabriss zwei Anlagen mit Schulcontainern – eine für das Ferdinand-Sauberbruch-Gymnasium und eine für die Oberschule Rödertal. Der Kreis plant für das Gymnasium mit vier Klassenzimmern und für die Oberschule mit fünf Klassenzimmern, jeweils plus Nebenräumen. Neben Klassenzimmern seien auch Flächen für Büros, Toiletten, die Garderobe und für einen Beratungsraum eingeplant, erklärt Schulleiterin Karla Jantschke für die Oberschule. Das sei auch wichtig, weil Platz für neues Personal benötigt werde – für eine Schulassistentin und eine Praxisberaterin. Auch für die Berufsberatung biete sich dann mehr Platz. Die Schulassistentin unterstützt die Lehrer bei ihren Aufgaben, z. B. organisatorisch. Die Praxisbetreuerin ist in der Berufsorientierung ab der Klassenstufen 7/8 tätig.

An der Oberschule steht auch die Schulhofgestaltung an. In diese werde die neue Freifläche von der Turnhalle nicht mit einbezogen, erklärt die Kreisbehörde. Aber es werde ein Fußweg von der Schule zu den Containern errichtet: „Die Schulhofgestaltung ist geplant im Frühjahr 2020“, so Sarah Günther, Sprecherin im Landratsamt.

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