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Großschönau kann die Webschule retten

In einem Ideenwettbewerb gewinnt die Gemeinde fast eine halbe Million Euro für die neue Nutzung einer alten Industriebrache. Jetzt geht es los.

Die alte Webschule in Großschönau steht seit Jahren weitgehend ungenutzt leer.
Die alte Webschule in Großschönau steht seit Jahren weitgehend ungenutzt leer. ©  Matthias Weber

Es geht um eine riesengroße Industriebrache, um viel Geld und um eine kühne Idee: Zum Jahresbeginn hatte das sächsische Umwelt- und Landwirtschaftsministerium zu einem Ideenwettbewerb für den ländlichen Raum aufgerufen. Die Gemeinde Großschönau bewarb sich mit dem Konzept, aus der alten Webschule eine Textile Kreativwerkstatt und ein Ortszentrum für Kunst und Kultur zu entwickeln. "So etwas gibt es bisher nicht im Textildorf", sagt Bürgermeister Frank Peuker (SPD), "und einen schönen Veranstaltungssaal im Ort gibt es auch nicht." Aber es gibt eine riesengroße Industriebrache - noch dazu mit textiler Tradition: Generationen von Oberlausitzern haben hier den Beruf des Webmeisters gelernt. 

Die Idee kam an bei der Jury: Mit 450.000 Euro Preisgeld kann die Gemeinde der alten Webschule nun wieder Leben einhauchen. Diese Woche haben Sachsens Umweltminister Thomas Schmidt (CDU) und der Bürgermeister ihre Unterschriften unter den Vertrag gesetzt. 

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Schrittweise geht es nun weiter: Zuerst soll eine Studie klären, ob die Idee überhaupt umsetzbar ist, und wie ein Nutzungs- und Betreiberkonzept aussehen könnte, erklärt Frank Peuker. Dabei müsse auch geklärt werden, welche baulichen Veränderungen notwendig sind. Danach soll in zwei Räumen im Erdgeschoss eine textile Kreativwerkstatt entstehen und getestet werden. "Im dritten Schritt geht es dann um die Aula als Kern des Vorhabens", so der Bürgermeister. Hier sollen später Veranstaltungen stattfinden und ein gastronomisches Angebot zur Verfügung stehen. (SZ/ju)

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