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Großverladung im Alberthafen

In den letzten Tagen wurden Transformatoren und Zubehör mit einem Gesamtgewicht von fast 1 700 Tonnen umgeschlagen.

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Von Linda Barthel

Turbinen, Transformatoren oder Maschinenteile: Der Alberthafen Dresden-Friedrichstadt ist bekannt für den Umschlag von schwergewichtigen Anlagen und Projektladungen. Je mehr Tonnen, desto besser. Dieses Motto galt auch wieder in den vergangenen Tagen. Insgesamt 16 Transformatoren und 168 Zubehörkisten mit einem Gesamtgewicht von knapp 1 682 Tonnen und einem Warenwert von mehr als zehn Millionen Euro wurden für das Unternehmen Siemens AG Transformatoren-Betrieb Dresden umgeschlagen.

Dafür kamen hafeneigene Kräne der Sächsischen Binnenhäfen Oberelbe GmbH (SBO) und Mobilkräne zum Einsatz. Anschließend wurden die Transformatoren und Zubehörkisten mit drei sogenannten Schubverbänden, einer Kombination aus einem Schubschiff und einem oder mehreren antriebslosen Ladungsbehältern, auf der Elbe nach Hamburg transportiert. Mit einem Frachter gelangen die Anlagen schließlich nach Saudi-Arabien und in die Vereinigten Arabischen Emirate.

Die Schubverbände stellte die Imperial Baris GmbH bereit, die seit Anfang vergangenen Jahres ein Büro im Alberthafen hat. Unterstützt wurde sie dabei von dem tschechischen Binnenschifffahrtsunternehmen Eurex. „Es war eine präzise Planung und enge Abstimmung zwischen allen Beteiligten notwendig, um diese Menge innerhalb von drei Tagen zu verladen“, erklärt SBO-Vertriebsleiter Frank Thiele. „Da ist es von Vorteil, dass Imperial Baris direkt im Hafen Dresden sitzt.“

Die Aktion war jedoch schwierig, weil die Elbe derzeit sehr niedrig ist. Deshalb musste der Transport im Vorfeld genau geplant werden. Die Vorbereitungsphase war mit einem vergleichsweise hohen organisatorischen Aufwand verbunden. So könnten die drei eingesetzten Schubverbände bei normalem Wasserstand bis zu 5 400 Tonnen laden, sagt Annett Hütter, Vertriebsmanagerin der Imperial Baris GmbH.