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Großweitzschen hat kein Geld fürs schnelle Internet

Cornelia Krause aus Gallschütz fordert eine klare Aussage über die Anbindung der Orte.

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Von Dagmar Doms-Berger

Die Orte der Gemeinde Großweitzschen können demnächst nicht damit rechnen, an das schnelle Internet angebunden zu werden. Bürgermeister Frank Noack (parteilos) teilte auf Nachfrage von Cornelia Krause und Heiko Funke aus Gallschütz mit, dass dies momentan nicht wichtig sei. „Wir haben dringendere Probleme zu lösen als die mit dem DSL“, so Noack. Und weiter: „Ich sehe keine Möglichkeit, dafür Geld bereitzustellen. Die Gemeinde hat keine Mittel dafür.“ Für 2010 sähe es nicht besser aus.

Bereits im letzten Jahr hatte die Gemeinde die Einwohner aufgefordert, ihr Interesse an der Breitbandversorgung mitzuteilen. Die Rückmeldung war gering. Nur zehn Interessenten gab es aus Westewitz, ebenfalls zehn aus Großweitzschen, aber 75 aus Gallschütz. Die Gallschützer bezweifeln, dass die ermittelten Zahlen den realen Bedarf widerspiegeln. „Dafür muss eine richtige Bedarfsanalyse erstellt werden“, so Krause. Dafür gebe es Förderprogramme des Freistaates Sachsen. Bürgermeister Frank Noack lehnte dies ab, da auch die Nutzung von Förderprogrammen einen Eigenanteil der Gemeinden erfordere.

Für die Gallschützerin ist es unverständlich, dass die Gemeinde eine Umfrage zum Thema DSL startet, das Thema aber nicht diskutieren und realisieren will. „Uns ärgert, dass das Anliegen auf die lange Bank geschoben wird“, sagt Cornelia Krause. Sie fühle sich vom Gemeinderat nicht richtig vertreten.