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Grubenarbeiter segeln über den See

Berzdorfer See. Rund umdas künftige Erholungs-gebiet bei Görlitz wecktam Wochenende einBesuchertag Erwartungenund bestätigt Träume.

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Von René Tzschoppe

Immer wieder legen Besucher die orangefarbenen Schwimmwesten an. „Die Boote stehen nicht still“, sagt Michael Ludwig am Sonnabendnachmittag. Der Einsatzleiter ist sich sicher: Am Abend werden alle Karten weg sein. Auf 400 Gäste hat sich die Deutsche Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) eingestellt. Fünf Motorboote flitzen unentwegt über das Wasser. Ein weiteres ist für Notfälle da.

Vanessa Sowodniok kann sich für die Spritz-Tour nicht erwärmen. Die Vierjährige weint und will sich die Schwimmweste nicht anlegen lassen. „Siehst Du damit cool aus“, will die Mutter die Kleine motivieren. Eine Überraschung sollte es sein, und letztendlich klappt es doch noch. Vanessa ist auf dem Boot. „Wir fahren bei der Tour ungefähr mit einer Geschwindigkeit von 20 bis 30 Kilometern pro Stunde“, erklärt Bootsführer Jens Strangfeld. An kleinen Bojen auf dem See orientiert er sich. Sie stecken seine Strecke ab. Diesen Raum hat die Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft mbH vorgegeben.

In Richtung Neuberzdorfer Höhe gleiten Segelboote über die bewegte Wasseroberfläche. Mit acht Seglern sind die Segelsportvereine angerückt. Für sie ist es ebenfalls ein Höhepunkt. „Wunderbar klares Wasser. Und der Wind ist herrlich“, lobt Joachim Schön, Mitglied des Segel- und Surfvereins Görlitz, die Bedingungen. Der Berzdorfer See habe immer den Wind aus Böhmen. „Für uns ist es ein Erlebnis. Wir haben in der Grube gearbeitet, und nun segeln wir hier auf dem See“, fährt Frank Heuer fort. Sein Verein, die ISG Hagenwerder, hat polnische Gäste eingeladen. „Wir segeln mit ihnen heute gemeinsam über den Berzdorfer See, da wir bisher immer nur auf polnischen Gewässern unterwegs sind.“

Quad-Fahrten

„Ich bin schon im vergangenen Jahr hier gefahren“, erzählt Mario Kunz. Eine kurze Einweisung von Tourenführerin Jana Weise folgt, und dann geht es los. Sechs Minuten dauert die Fahrt. Mit 20 km/h tuckert Mario Kunz mit seinem Kumpel der Tourenführerin hinterher. Es geht bergauf am Seeufer entlang.

Märchenspiele

Weniger sportlich, dafür aber um so märchenhafter geht es am südlichen Ufer zu. Was einst in Oybin Besucher anzog, steht nun in etwas abgespeckter Form in Tauchritz: die Märchenspiele aus Oybin. Zum Erlebnistag sind sie zum ersten Mal am neuen Standort zu sehen. „Manche Besucher sind ganz erstaunt, dass die Spiele nun hier sind“, erklärt Gabriela Siegel.

Golfplatz

Auf der Neuberzdorfer Höhe ist erstmals Golf zu erleben. Steffen Taubert holt mit einem Schläger aus – zack und am Ball vorbei geschlagen. Der Golfer Jürgen Springer gibt ihm wieder paar Tipps. Dann klappt es. Paul Günther Dratschmidt, Vorsitzender des Golf-Clubs Neiße ist zufrieden: „Es ist toll, uns heute hier präsentieren zu dürfen. Wir haben bereits neue Mitglieder werben können.“ Informationsblätter widerlegen, dass der Sport ein Freizeitvergnügen für Reiche sei.