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Meißen

Gründerwettbewerb trägt Früchte

Drei neue Geschäfte wurden offiziell eröffnet. Weitere stehen in den Startlöchern. Auch andere Städte wollen das ausprobieren.

Ein Ergebnis des Gründerwettbewerbs ist unter anderem die Schokoladenbar „Quetzal“, die Peter Mattis in der Burgstraße eröffnet hat.
Ein Ergebnis des Gründerwettbewerbs ist unter anderem die Schokoladenbar „Quetzal“, die Peter Mattis in der Burgstraße eröffnet hat. © Claudia Hübschmann

Meißen. Für manch einen, der in den vergangenen Monaten vom Meißner Gründerwettbewerb „Startschuss“ hörte, mutete die ganze Sache noch recht abstrakt an. Viel greifbarer wird es für viele, wenn tatsächlich neue Geschäfte eröffnen. Das ist jetzt der Fall.

In Anwesenheit von Meißens Oberbürgermeister Olaf Raschke (parteilos) gingen am Freitag drei Geschäfte offiziell an den Start.

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Im Vordergrund stand dabei zunächst die Siegerin des Wettbewerbs, Carola Glaser. Die Geschäftsfrau eröffnete in der Burgstraße ihr Modegeschäft „Kreation mit Stil“. Es bietet Mode für Männer und Frauen aus verschiedenen Ländern, kombiniert mit Schmuck, Lederartikeln und dekorativen Einzelstücken. 

Die Besonderheit an der Geschäftsidee ist laut Stadt, dass Künstler vor Ort ihre Bilder ausstellen können, aber auch Weihnachtsfeiern sowie Lesungen oder kleine Konzerte im Laden stattfinden werden. Carola Glaser betreibt bereits Boutiquen mit dem gleichen Konzept in Görlitz und Pirna.

Meißens Wirtschaftsförderer Martin Schuster, der an dem Termin ebenfalls teilnahm, freute sich über das Resultat. „Wir sind sehr zufrieden. Gerade die Kombination von Verkauf und Events gefällt uns sehr gut“, sagte Schuster und fügte an: „Frau Glaser wird in Zukunft auch noch das Nachbargeschäft mit einbeziehen. Sie wird die Verkaufsfläche zwar nicht vergrößern, aber das Schaufenster dekorieren.“

Obwohl Carola Glaser als Siegerin des Gründerwettbewerbs zahlreiche Leistungen wie eine Gründerberatung, Werbemaßnahmen oder eine Unterstützung bei Bankgesprächen zustehen, hat sie nicht alles in Anspruch genommen. „Wir machen das vollkommen individuell. Als erfahrene Geschäftsfrau hat Frau Glaser natürlich nicht die Beratung gebraucht, die ein Anfänger benötigt“, erklärt Martin Schuster.

Ihre offizielle Meißen-Premiere erlebten an diesem Tag neben Carola Glaser auch Peter Mattis und Sabine Müller. Peter Mattis hat ebenfalls in der Burgstraße ein Geschäft aufgemacht. Statt um Kleidung geht es bei ihm aber um Schokolade. In seiner Schokoladenbar „Quetzal“ werden Produkte aus und mit belgischer Schokolade zubereitet und angeboten. Die Schokoladenbar ist eine Kombination aus Systemgastronomie und traditioneller Schokoladenherstellung. In Chemnitz betreibt Peter Mattis bereits eine ähnliche Bar.

Anders ist das bei Sabine Müller von „Müllers Garten“ in der Neugasse. Nachdem sie in den vergangenen vier Jahren auf dem Meißner Grünmarkt als Markthändlerin tätig war, nutzte sie die Gelegenheit und bewarb sich mit einer eigenen Geschäftsidee bei „Startschuss“. Ihr Konzept sieht unter anderem den Verkauf von frischem Obst und Gemüse, Pflanzen, Blumen, Eiern und kleinen Gartengeräten vor.

Obwohl sich die drei neuen Geschäfte schon sehen lassen können, will sich die Stadt damit nicht begnügen. „Das Interesse ist enorm. Wir merken zum Beispiel, dass andere Städte unserem Vorbild folgen. Da auch Vermieter immer wieder an uns herantreten, denken wir darüber nach, den Wettbewerb fortzusetzen“, sagt Martin Schuster, der auf weitere Aktivitäten verweist.

So würde bald ein neues Sanitätshaus in der Neugasse folgen. Zudem stehe ein Burgerladen im alten Kiosk unter der Eisenbahnbrücke an der B6 in den Startlöchern.

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