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Radeberg

Grüner Spielplatz für Arnsdorf

Beim Ideenwettbewerb des Freistaates gab es Geld für den Arnsdorfer Grundschulverein. Eine Firma stellt das Grundstück zur Verfügung.

Antje Vogel (41), Vorsitzende des Fördervereins Grundschule Arnsdorf, mit Maira (9) und Vincent (8). Die Schüler der Grundschule freuen sich schon jetzt auf den neuen grünen Tummelplatz in ihrem Ort.
Antje Vogel (41), Vorsitzende des Fördervereins Grundschule Arnsdorf, mit Maira (9) und Vincent (8). Die Schüler der Grundschule freuen sich schon jetzt auf den neuen grünen Tummelplatz in ihrem Ort. © René Meinig

Arnsdorf. Wie kommt der Honig ins Glas? Wo und wann wachsen Beeren? Und: Wie kommt das Brot in die Regale der Supermärkte? Fragen, auf die heutzutage sogar diejenigen oft keine passende Antwort haben, die auf dem Land aufgewachsen sind. Da ist es ja nur zu gut, wenn es Projekte in ländlichen Regionen gibt, mit denen man insbesondere den Heranwachsenden die Zusammenhänge in der Natur aufzeigen kann. Also auch, woher denn unser täglich Brot kommt.

In Arnsdorf wurde nun ein solches Projekt ausgezeichnet, welches der Förderverein der Grundschule Arnsdorf beim simul-Wettbewerb des Freistaates eingereicht hatte. „Machen statt reden – die FRI-KIDS legen Hand an!“, so das Thema dieses Ideenpapiers, welches die Juroren überzeugte. Dafür erhielt der Förderverein jüngst einen Scheck in Höhe von 20.000 Euro, überreicht von Staatsminister Thomas Schmidt (CDU). Der sich bei diesem Vor-Ort-Termin auch anschaute, wo und wie die Projekt-Initiatoren dieses Geld einzusetzen gedenken. Geplant ist, dass Schüler eine knapp 4.000 Quadratmeter große Grünfläche, unweit des Firmengeländes des Arnsdorfer Leuchtenherstellers Varialux gelegen, zu einer Art Natur-Tummelplatz gestalten. Mit Bäumen, Pflanzen, Sträuchern.

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Kids als Landschaftsgärtner

Doch bevor die Kids sich als Landschaftsgärtner betätigen können, sollen diese erst Ideen entwickeln, so die Fördervereinsvorsitzende Antje Vorwerk, die gespannt ist, was da nach den Sommerferien so alles an Anregungen kommen mag. Ganz wichtig sei, das betonte die Fördervereinsvorsitzende, dass „wir hier etwas gemeinsam tun“. Mit anderen Worten: Auch Einwohner können sich bei der Gestaltung der Grünfläche einbringen, darauf wies Antje Vorwerk bei dieser Veranstaltung hin. Bei der Christian Kummerfeldt natürlich nicht fehlen durfte. 

Der Geschäftsführer der Arnsdorfer Varialux erzählte, dass er es toll gefunden habe, dass der Förderverein seine Idee, diese Grünfläche zu gestalten, im vergangenen Jahr aufgegriffen und ein Konzept erstellt habe. Kummerfeldt: „Ich freue mich, dass dort bald Bäume wachsen werden“. Nicht nur der Optik wegen, sondern auch, so der Geschäftsführer weiter, damit diese einen Teil des schädlichen Treibhausgases CO2 aufnehmen könnten. Um so ein wenig „fürs Klima zu tun“.

Mit dieser Aktion, die im kommenden Jahr starten soll, soll aber auch das Binnenklima in der Gemeinde gefördert werden. Denn schließlich habe Arnsdorf, so Kummerfeldt, in der jüngsten Vergangenheit nicht immer positive Schlagzeilen geliefert. Der Varialux-Geschäftsführer erklärte, dass auch daran gedacht sei, Bewohner des Haus am Karswald, einer Wohnstätte für behinderte Menschen, in dieses Naturprojekt mit einzubeziehen.

Staatsminister Thomas Schmidt sprach von „einem Mitmacheffekt in der Gemeinde“, davon, dass nicht nur die Natur unterstützt, Kinder mit Themen wie Klima- und Umweltschutz vertraut gemacht werden, sondern dass auf diese Weise auch die örtliche Wirtschaft mit der Natur verbunden werde. Auch Arnsdorfs Amtsleiterin Margit Porst sieht da hoffnungsfroh nach vorne: „Das FRI-KIDS-Projekt wird sicher bei unseren Bewohnern gut ankommen.“ 

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Den Plan, junge Menschen wieder mit der Natur vertraut zu machen, findet sie „schwer in Ordnung“. Christian Kummerfeldt sowieso. Er hat schon angekündigt, im kommenden Jahr, wenn die ersten Bäume und Sträucher gepflanzt werden, „aktiv mit einzugreifen“. Heißt: Da wird der gebürtige Hamburger nicht nur zu Rechen und Harke greifen, sondern sich obendrein mit kreativen Ideen bei der Gestaltung des Grüns einbringen. Und damit nicht genug: Die firmeneigenen Gärtner werde er, das deutete er bei der Scheckübergabe bereits an, sicher auch für gelegentliche Einsätze an diesem Projekt begeistern können.

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