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Grünes Gewölbe: Was war mit der Alarmanlage?

In Zusammenhang mit dem Juwelendiebstahl in Dresden gibt es Vorwürfe, dass die Alarmanlage womöglich falsch bedient worden sei.

© P.M. Hoffmann

Dresden/Hamburg. In Zusammenhang mit dem Juwelendiebstahl aus dem Dresdner Grünen Gewölbe im November sind Vorwürfe laut geworden, dass die Alarmanlage womöglich falsch bedient worden sei. Das berichtet die in Hamburg erscheinende Wochenzeitung "Die Zeit" (Donnerstag). Demnach seien Bewegungsmelder an der Außenwand zwar funktionstüchtig, aber möglicherweise deaktiviert gewesen.

Der Technische Geschäftsführer des Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien- und Baumanagement, Volker Kylau, sagte der Zeitung: "Unsere Anlagen, auch die Bewegungsmelder außen am Gebäude, waren in der Nacht des Einbruchs technisch voll funktionsfähig." Noch anderthalb Monate vor dem Einbruch sei eine technische Wartung erfolgt. Das Problem sei, dass die Anlage vom Betreiber bedient werde.

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Damit warf Kylau den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden oder deren Wachpersonal indirekt vor, die Anlage bewusst oder unbewusst falsch gesteuert zu haben. "Wir sind vergleichbar mit der Autowerkstatt, die das Auto zur Verfügung stellt", sagte er. "Die Anwendung und das Lenken muss aber der Fahrer schaffen."


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Das Dresdner Residenzschloss sei mit einer Art virtueller Außenhaut versehen, daher hätten Bewegungsmelder Alarm schlagen müssen, als die Einbrecher am frühen Morgen des 25. November durch ein vergittertes Fenster im ersten Stock ins Gebäude eingedrungen seien. Innerhalb von wenigen Minuten hatten die Täter mit einer Axt eine Glasvitrine zertrümmert und gut ein Dutzend Teile dreier historischer Juwelengarnituren gestohlen. Die Ermittler gehen von mindestens sieben Tätern aus. Zudem wird gegen vier Wachleute ermittelt. (epd)

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