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Grünes Licht für die Umsiedler

Gemeinderat Schleife fasste Beschlüsse zur Abwägung und zur Satzung für den Bebauungsplan „Ansiedlungsstandort Mühlrose“.

Im Februar standen die Mühlroser Bürger mit Plakaten in ihrem Ort und kämpften für die Umsiedlung.
Im Februar standen die Mühlroser Bürger mit Plakaten in ihrem Ort und kämpften für die Umsiedlung. © Archivfoto: Joachim Rehle

Schleife. Die Gemeinde Schleife schafft Baurecht für die Umsiedler von Mühlrose. Dazu bekannte sich Dienstag der Gemeinderat. Für den Bebauungsplan „Ansiedlungsstandort Mühlrose“ in Schleife-Nord am Groß Dübener Weg fassten die Räte bei je zwei Enthaltungen den Abwägungsbeschluss und den Satzungsbeschluss.

Der Bebauungsplan in der Fassung vom 8. Januar 2019 lag in der Zeit vom 1. Februar bis 5. März 2019 öffentlich zur Einsicht aus. Behörden und Träger öffentlicher Belange reichten ihre Stellungnahmen ein. Auch die Bürger konnten ihre Hinweise und Anregungen vorbringen. Eine Stellungnahme kam unter anderem von der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde Schleife-Halbendorf. „Sie will gegenüber dem Friedhof auf einer Grünfläche für die Kirche ein Grundstück anbieten“, erläuterte Planer Ansgar Kaup. „Diese Stellungnahme kam jedoch zu kurzfristig. Wir haben sie jetzt zunächst zurückgestellt.“

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Gehweg ist nicht gewollt

Von Seiten der Anwohner des Groß Dübener Wegs kam der Wunsch, einen straßenbegleitenden Gehweg nicht zu bauen. Die Gemeinde und vor allem der Technische Ausschuss, so Ansgar Kaup, befassten sich sehr sorgfältig und tiefgründig mit diesem Einwand. Sie kamen zu dem Schluss: der Gehweg sollte gebaut werden. Anwohner wie Detlef Rakel fühlen sich dadurch vor den Kopf gestoßen. „Es darf keine Nachteile für die Bürger in Schleife im Zuge der Umsiedlungsmaßnahmen geben. Das waren die Worte des Bürgermeisters“, meinte er Dienstag in der Gemeinderatssitzung im Punkt Anfragen der Bürger. „Dass es keine Nachteile für Nicht-Umsiedler gibt, ist für mich Schall und Rauch. Die Bürger des Groß Dübener Weges wollen den Gehweg nicht.“

Bürgermeister Reinhard Bork (CDU) verteidigte die Abwägung durch den Technischen Ausschuss und durch die Gemeinde. Der Umsiedlungsstandort Mühlrose ist eine Bereicherung für die Infrastruktur in Schleife, argumentierte er. „Mit dem Gehweg geht es uns vor allem um die ältere Bevölkerung von Mühlrose. Wir wollen den Bürgern einen sicheren Fußweg zum Friedhof ermöglichen. Und wir haben diese Ent-scheidung sorgfältig geprüft und abgewogen. Wir können niemandem mit Rollator zumuten, auf der Straße zu laufen.“