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Grünlichtenberg feiert Jubiläum erst später

Dem Festausschuss aus dem Kriebsteiner Ortsteil war die Verschiebung um ein Jahr zu heikel – vor allem wegen der Finanzierung des Dorfjubiläums.

Grünlichtenberg lässt seinen 175. Geburtstag ausfallen. Doch es gibt eine Alternative.
Grünlichtenberg lässt seinen 175. Geburtstag ausfallen. Doch es gibt eine Alternative. © Dietmar Thomas

Kriebstein. Eigentlich wollten die Grünlichtenberger über Pfingsten den 175. Geburtstag ihres Ortes mit einem großen Fest feiern. Wegen der Corona-Pandemie musste das abgesagt werden. Nun gibt es erneut eine Terminänderung.

Ende März hatte das Festkomitee noch festgelegt, die 175-Jahrfeier im nächsten Jahr nachholen zu wollen. „Jetzt sind wir aber zu den Schluss gekommen, dass uns das doch zu heikel ist“, sagt Michael Kreskowsky, der im Festausschuss mitarbeitet. Einhellig haben sich die Mitglieder daher dafür entschieden: Gefeiert wird erst zu Pfingsten 2025 - dann sind es eben 180 Jahre.

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„Wir denken, dass es uns in der derzeitigen Situation nicht gelingt, genügend Spenden einzusammeln, klärt Michael Kreskowsky über den Hauptgrund für die erneute Verschiebung auf. Aus Spendengeldern müsste das gesamte Fest finanziert werden. 

„Da kommen schon einige tausend Euro zusammen. Bisher haben wir gerade mal ungefähr ein Viertel der benötigten Summe zusammen“, so Kreskowsky. Dass es möglich ist, den Rest bis nächstes Jahr einzusammeln, sieht das Festkomitee derzeit nicht. „Die Leute sind einfach nicht in Spenderlaune. Viele haben derzeit ganz andere Sorgen.“ 

Zudem wollten die Grünlichtenberger nicht riskieren, im nächsten Jahr vielleicht den gebuchten Künstlern erneut absagen zu müssen. „Bis jetzt kann noch niemand genau sagen, wie lange sich die Beschränkungen noch hinziehen werden“, sagt Kreskowsky. Etwa eineinhalb Jahr vor dem nun festgelegten Termin soll erneut mit den Planungen für das Fest begonnen werden. Im Jahr 1845 waren die beiden Orte Grünberg und Lichtenberg zu Grünlichtenberg zusammengeschlossen worden.

Vortrag mit Abstand

Unabhängig davon will Michael Kreskowsky nach Pfingsten mit einer ersten Veranstaltung „nach Corona“ die Vortragssaison neu starten. Um 19.30 Uhr wird er in der Grünlichtenberger Kirche „kreuz und quer durch die Geschichte Mittelsachsens“ referieren. „Natürlich werden dabei die Abstandsregeln eingehalten“, sagt er. Maximal 70 Besucher sollen eingelassen werden. Normalerweise fasst das Gotteshaus knapp 500 Leute.

Festgehalten wird an dem für den 22. Juni geplanten Vortrag mit dem Familientherapeuten Dieter Leicht. Er spricht zum Thema „Gut, dass wir einander haben?! Sinnvoll Generationenkonflikten begegnen“. Beginn ist um 19.30 Uhr in der Grünlichtenberger Kirche. Der Eintritt ist frei. Es wird um Spenden gebeten. Auch dabei werden die aktuellen Corona-Richtlinien umgesetzt.

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