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Grunderwerb für Radweg vollzogen

Der Radweg für Bloaschütz beim Industriegebiet Salzenforst soll nun kommen. Die Stadt hat sich mit einem Eigentümer geeinigt.

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© Uwe Soeder

Von Madeleine Arndt

Bautzen. Es ist wie ein Weihnachtsgeschenk. Seit Jahren kämpfen die Anwohner in Bloaschütz für einen Fuß- und Radweg an der Staatsstraße 100. Der Zubringerweg zum Industriegebiet Salzenforst durchschneidet den kleinen Ort und es fährt viel Schwerlastverkehr, der sich mit Fußgängern und Radfahrern die Straße teilt. Für mehr Sicherheit sollte ein Rad- und Fußweg her. Mit den Planungen wurde bereits vor drei Jahren begonnen, richtig los ging es nicht, weil die Stadt ein dringend benötigtes Grundstück nicht erwerben konnte.

Nun ist doch Bewegung in die Sache gekommen. Man hat sich mit dem Eigentümer geeinigt und das Grundstück geht jetzt an die Stadt. „Am 26. November konnte der Grunderwerb komplett gesichert werden“, teilte Bautzens Stadtsprecher André Wucht mit. Nun ist die Verwaltung dabei, die rechtlichen Voraussetzungen für den Baubeginn zu schaffen. In diesem Schritt werden unter anderem der Landkreis, Energieversorger und Umweltverbände zu dem Vorhaben Stellung nehmen. Die Ergebnisse sollen zum Ende des ersten Quartals 2017 vorliegen, so Wucht.

Baukosten liegen bei 550 000 Euro

Geplant ist ein Geh- und Radweg entlang der Wohnhäuser an der Hauptstraße. Dazu wird die Hälfte der bestehenden Fahrbahn genutzt. Auch soll eine Querungshilfe zwischen den beiden Bushaltestellen eingerichtet werden. Für den Autoverkehr soll auf der gegenüberliegenden Seite der Wohnbebauung eine neue Fahrbahnhälfte angebaut werden. Dafür musste die Stadt einen Streifen Ackerland erwerben.

Die reinen Baukosten beziffert die Stadtverwaltung auf rund 550 000 Euro. Weil bei der Planung noch einmal die Ableitung des Regenwassers und die öffentliche Beleuchtung verbessert wurden, haben sich die Kosten im Vergleich zur Ursprungskalkulation erhöht. Die Mehrausgaben seien im Haushalt für 2017 noch nicht gesichert, erklärt der Stadtsprecher. „Wenn der Haushalt 2017 rechtskräftig ist, werden wir diese Lücke schließen“, sagt Wucht. Auch sollen Fördermittel aus der Richtlinie zum Kommunalen Straßen- und Brückenbau in Anspruch genommen werden.

Der Radweg ist für Bloaschütz sehr wichtig, wie der Salzenforster Ortsvorsteher Manfred Kieschnik in der Vergangenheit wiederholt betonte. Im Ort wohnten einige Kinder, die einen sicheren Weg brauchen. Auch würden viele Erwachsene, die im Industriegebiet Salzenforst arbeiten, mit dem Bus bis zur Haltestelle in Bloaschütz fahren. Ab dort müssen sie dann an der vielbefahrenen Straße entlanglaufen.

Erklärtes Ziel der Verwaltung ist es laut Wucht, im nächsten Jahr die Baumaßnahme auszuschreiben, sodass sie 2018 durchgeführt werden kann. Und mit etwas Glück vielleicht schon etwas eher, wie der Stadtsprecher signalisiert.