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Döbeln

Grundschüler wieder auf dem Weinberg

Seit Montag wird der Unterricht im Stammhaus fortgesetzt. Der war seit August ausgelagert. Die Sanierungen gehen später weiter.

Der erste Schultag nach den Osterferien war für die Kinder der Grundschule „Am Weinberg“ in Roßwein gleichzeitig der erste Unterrichtstag in ihrem Schulgebäude. Wegen Bauarbeiten wurden sie fast ein dreiviertel Jahr im MFM unterrichtet.
Der erste Schultag nach den Osterferien war für die Kinder der Grundschule „Am Weinberg“ in Roßwein gleichzeitig der erste Unterrichtstag in ihrem Schulgebäude. Wegen Bauarbeiten wurden sie fast ein dreiviertel Jahr im MFM unterrichtet. © Dietmar Thomas

Roßwein. Seit August vergangenen Jahres wurde das Schulgebäude am Weinberg komplett neu verkabelt. Die alte Elektroanlage war verschlissen und musste erneuert werden.

Außerdem waren Forderungen des Brandschutzes zu erfüllen. An Unterricht war dort in dieser Zeit nicht zu denken. Die Stadtverwaltung verlagerte diesen daher während der Bauarbeiten in die Räume des Mittelsächsischen Fachzentrums Metall (MFM) an der Döbelner Straße (wir berichteten). „Wir haben uns mit dieser Lösung gut arrangieren können“, sagt Schulleiterin Michaela Roßberg. „Die Räume sind hell und freundlich. Wir haben uns sehr wohl gefühlt und wären auch noch länger dort geblieben.“ Lediglich der sehr kleine Schulhof sei ein Manko gewesen. Aber auch damit seien die Schüler und Pädagogen letztlich gut zurechtgekommen.

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„Die Stadtverwaltung hat uns sehr unterstützt. Zum Beispiel mit dem Ranzenfahrdienst“, lobt die Schulleiterin. Weil die Hortbetreuung der Kinder an der Straße der Einheit verblieb, mussten sie täglich von der Döbelner Straße zur Grundschule „Am Weinberg“ laufen und wurden dabei von den Erzieherinnen begleitet. „Das fällt nun weg, und wir haben wieder mehr Zeit für die Angebote am Nachmittag“, sagt die Kita-Leiterin Birgit Schwitzky.

Viel verändert hat sich rein optisch in dem Schulgebäude mit dem Einbau der neuen Elektroanlage nicht. „Die Räume sehen aus wie immer“, sagt Michaela Roßberg. Um den Anforderungen an ein modernes Schulgebäude gerecht zu werden, sind weitere Bauarbeiten in dem in den 1970er-Jahren erbauten Gebäude notwendig. Die Heizungsanlage muss dringend saniert werden. 

Zudem sind Arbeiten an der Dachentwässerung erforderlich, da bei Starkregen regelmäßig Wasser in das Gebäude eindringt. Dass die Schüler dann abermals ins MFM umziehen müssen, sollte zunächst umgangen, die Arbeiten zum Großteil während der Sommerferien erledigt werden. Inzwischen gehen die Überlegungen der Stadtverwaltung jedoch dahin, eine Komplettsanierung des Schulgebäudes anzustreben. Dazu gehören neben der Heizungssanierung und der Reparatur der Dachentwässerung auch die Erneuerung von Türen und Fußböden und der Anbau eines Fahrstuhls. „Dieser ist notwendig, um das Schulgebäude behindertengerecht zu gestalten“, sagt Bauamtsleiterin Petra Steurer. 

Auch die Sanitärinstallationen in den Klassenräumen müssten saniert und der Pausenhof neu gestaltet werden. Einen Zeitplan gibt es noch nicht. „Wir möchten den Schülern, Lehrern und Erziehern jetzt auch erst einmal etwas Normalität gönnen“, so Petra Steurer. Denn bei einer Komplettsanierung wäre es abermals erforderlich, das Schulgebäude „Am Weinberg“ freizulenken.

Jeweils mehr als 300 000 Euro sind für Sanierungsarbeiten in den Jahren 2019 und 2020 bereits im Doppelhaushalt eingestellt. „Die Fördermittel sind beantragt. Aber der Bescheid steht noch aus“, so Petra Steurer. Eine Komplettsanierung könnte allerdings nur über einen Nachtragshaushalt für 2020 und eine Kreditaufnahme finanziert werden.