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Grundschule nach Sanierung wieder in Betrieb

Diese Woche konnten in Seifhennersdorf die 20 Schulanfänger ihren allerersten Schultag in der frisch sanierten Grundschule verbringen. Nachdem in der vergangenen Woche noch letzte Arbeiten verrichtet worden waren, begrüßte Direktorin Hannelore Weder die Abc-Schützen im neuen Haus.

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Von Romy Kühr

Diese Woche konnten in Seifhennersdorf die 20 Schulanfänger ihren allerersten Schultag in der frisch sanierten Grundschule verbringen. Nachdem in der vergangenen Woche noch letzte Arbeiten verrichtet worden waren, begrüßte Direktorin Hannelore Weder die Abc-Schützen im neuen Haus.

Aber auch die anderen der insgesamt 91 Grundschüler nehmen heute erstmals seit einem Jahr wieder ihr gewohntes Domizil in Beschlag. Für diese Zeit war die Einrichtung ausgezogen in ein leer stehendes Gebäude des Oberland-Gymnasiums in der Marxstraße. Die Schule wurde umfassend umgebaut. Etwa 1,9Millionen Euro hat die Stadt mithilfe von Fördermitteln in die Einrichtung investiert. Ganz neu ist eine Rettungstreppe, die außen an das historische Gebäude angebracht wurde. Weitere Bauten zum Brandschutz wurden installiert, zum Beispiel eine Schleuse im oberen Stockwerk. Dazu musste sogar eine Wand versetzt werden, erklärt Jürgen Schuster vom Seifhennersdorfer Bauamt. Auch den Verbindungsbau zur Turnhalle mit viel Glas gab es bisher nicht. „Hier waren zwei Massivbauten mit einem Innenhof“, so Jürgen Schuster. Der neue Glasbau soll künftig als Aula und Veranstaltungsraum genutzt werden.

Ursprünglich sollten nur Brandschutzauflagen erfüllt und eine Außentreppe als zweiter Rettungsweg angebracht werden. Während der Planungen mit dem Ingenieurbüro hatte sich herausgestellt, dass viel mehr gemacht werden muss, um die Sicherheit der Kinder zu gewährleisten. So wurde nun in dem knapp 100Jahre alten Gebäude fast alles erneuert – von der Elektrik über die Treppen bis hin zu den Sanitäranlagen. „Die Fenster waren aber schon drin, und auch am Dach haben wir nur ausgebessert“, berichtet der Bauamtsleiter. Dank eines neuen Fahrstuhls ist die Schule nun auch barrierefrei. Die Innentüren wurden erneuert. Lediglich die historische Tür des Musikzimmers im Obergeschoss wurde frisch aufgearbeitet und wieder eingesetzt.

Der Bau, der ein Jahr dauerte, verlief nicht immer ohne Schwierigkeiten. „Wie das in einem alten Gebäude so ist, kam immer wieder was zutage, zum Beispiel ganz unterschiedliche Fußbodenhöhen“, so Schuster. Die Fassade wurde gedämmt und erhielt einen neuen Farbanstrich. Der Architekt hatte ein „edles Grau“ empfohlen, die Stadt hingegen wollte gerne etwas Farbenfrohes. Das Ergebnis ist ein Kompromiss. „Zusammen mit den neuen Sonnenschutzrollos gibt das aber ein schönes Gesamtbild“, sagt der Bauamtsleiter. Im Inneren geht es derweil mit vielen Sonnengelb sehr farbenfroh zu.