merken
PLUS

Großenhain

Grundsteinlegung für das neue Gerätehaus

Lampertswaldes Bürgermeister Wolfgang Hoffmann erfüllt sich seinen Wunsch. Der monatelange Streit mit den Feuerwehrleuten ist vergessen.

Kreisbrandmeister Ingo Nestler, Bürgermeister Wolfgang Hoffmann und Ortswehrleiter Christian Beger versenken eine Hülse mit Zeitdokumenten.
Kreisbrandmeister Ingo Nestler, Bürgermeister Wolfgang Hoffmann und Ortswehrleiter Christian Beger versenken eine Hülse mit Zeitdokumenten. © Anne Hübschman

Lampertswalde. Das Bier hat Wolfgang Hoffmann spendiert. Da ließ sich der scheidende, parteilose Bürgermeister von Lampertswalde nicht lumpen. Der erste Spatenstich für das neue Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr Niegeroda-Oelsnitz, an dem auch Kreisbrandmeister Ingo Nestler teilnahm, sollte gleichzeitig Hoffmanns Ausstand sein. In gewisser Weise war es auch eine Versöhnungsgeste in Richtung der Kameraden.

Noch im vergangenen Jahr ließen viele von ihnen kein gutes Haar an ihrem Gemeindechef, hatte er sich doch geweigert, das Ergebnis der Feuerwehrwahl vom Juni 2018 anzuerkennen. Fast alle Ortswehrleiter und ihre Stellvertreter ließen daraufhin ihre Funktionen ruhen. Monatelang waren die hiesigen Feuerwehren quasi ohne Führung. Der scheidende Gemeindewehrleiter Michael Reiske, der zu diesem Zeitpunkt schon in der Nachbargemeinde Thiendorf wohnte, leitete die Feuerwehr kommissarisch. 

Gesund und Fit
Gesund und Fit

Immer gerne informiert? Nützliche Informationen und Wissenswertes rund um das Thema Gesundheit haben wir in unserer Themenwelt zusammengefasst.

Erst als der Gemeinderat bei diesem Streit das Heft in die Hand nahm und die neu gewählte Gemeindewehrleitung bestätigte und Wolfgang Hoffmann nach drei Anläufen den 1. September 2019 als Termin für die Wahl eines neuen Bürgermeisters bekannt gab, zog wieder Ruhe ein.

Mit der Grundsteinlegung für das neue Gerätehaus in Niegeroda setzt sich Hoffmann, der die Geschicke der Gemeinde Lampertswalde seit 30 Jahren lenkt und leitet, ein letztes Denkmal. Vor allem bei den älteren Kameraden bleibt er als Bürgermeister, der sich kümmert, in guter Erinnerung.

Planer soll Rede und Antwort stehen

Doch noch ist das Gerätehaus in Niegeroda nicht fertig und es ist auch nicht klar, wie viel es tatsächlich kosten wird. Das will der Hauptausschuss der Gemeinde am Mittwochabend klären. Der Gemeinderat hat den Bauplaner Frank Weser aus Ortrand eingeladen. Er soll Rede und Antwort stehen, warum die Erdarbeiten deutlich teurer geworden sind, als er kalkuliert hat. Die Lampertswalder Gemeinderäte befürchten, dass es nicht die einzigen Mehrkosten bleiben.

Mehr zum Thema Großenhain