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Grundstücksbesitzer müssen zahlen

Eigentümer im Sanierungsgebiet müssen sich auf eine Rechnung der Gemeinde einstellen, falls sie nicht schon gezahlt haben.

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Von Eric Weser

In den nächsten Wochen werden etwa 60 Grundstücksbesitzer des Zeithainer Ortsteils Röderau Gebührenbescheide von der Gemeinde im Briefkasten haben. Denn: Die Kommune erhebt sogenannte Ausgleichsbeiträge.

Hintergrund ist, dass die Sanierung im Gebiet Ortsmitte Röderau mit der Aufhebung der entsprechenden Satzung demnächst für beendet erklärt werden soll. Im Technischen Ausschuss wurde darüber in dieser Woche bereits beraten.

„Mit der Sanierung des Umfeldes in den letzten Jahren ist der Wert der Grundstücke in diesem Gebiet gestiegen“, sagt Bürgermeister Ralf Hänsel (parteilos).

Von den etwa 160 beitragspflichtigen Eigentümern in dem Gebiet hätten seit 2011 schon 100 von der Regelung Gebrauch gemacht, ihre Beiträge zu bezahlen. „Wer das vorzeitig gemacht hat, konnte noch eine Art Rabatt bekommen“, so Hänsel. Wer von dieser Regelung indes keinen Gebrauch gemacht hat, erhält demnächst einen Bescheid. Wie hoch die Beiträge in Röderau genau ausfallen, kann der Bürgermeister nicht genau beziffern. Ralf Hänsel zieht den Vergleich zu einem anderen Ort heran: „In Zeithain waren es Centbeträge pro Quadratmeter.“ Je nach Grundstücksgröße können bis zu mehrere Hundert Euro Kosten entstehen.

In dem Röderauer Sanierungsgebiet Ortsmitte waren kurz nach der Wende 60 Prozent der Hauptgebäude und 30 Prozent der Nebengebäude leicht bis schwer beschädigt. Nach dem Abschluss der Sanierung im vorigen Jahr beurteilt die Gemeinde die Ergebnisse als gut. Insgesamt wurden knapp 10 Millionen Euro in die Gebäude gesteckt, davon stammen über 4,5 Millionen Euro aus Fördermitteln.