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Grundstückseigentümer müssen alte Kleinkläranlagen bis 2015 sanieren

Im Abwasserverband „Weißer Schöps“betrifft das mehr als 160.

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Von Anja Hecking

Elf biologische Kleinkläranlagen wurden bisher im Gebiet des Abwasserzweckverbandes „Weißer Schöps“ neu gebaut und gefördert. Davon stehen allein sechs in Liebstein. Das ist aber nur ein Bruchteil der dezentralen Anlagen, die bis 2015 saniert oder neu gebaut werden müssen. In den Gemeinden Markersdorf, Königshain, Schöpstal und im Görlitzer Ortsteil Ludwigsdorf betrifft das über 160 Grundstücke. Dabei handelt es sich auch um bebautes, aber zurzeit unbewohntes Land.

Der Countdown für die Förderung läuft bereits. Bis spätestens 2013 müssen Bürger die Förderung für abflusslose Gruben und Kleinkläranlagen beantragen. „Sie sollten das nicht auf die lange Bank schieben“, bestätigt AZV-Geschäftsführer Christian Mühle. Es ist absehbar, dass der Fördertopf irgendwann leer ist.

Eine Kleinkläranlage mit biologischer Reinigungsstufe kostet für bis zu vier Einwohner 6000 Euro. Davon können 1500 Euro über die Förderung gedeckt werden. Bezuschusst werden inzwischen auch abflusslose Gruben. Für etwa zehn Prozent aller Haushalte im AZV-Gebiet wird zurzeit keine zentrale Lösung für die Entsorgung des Abwassers geplant. Zentral gebaut wird nur noch dort, wo die Anlagen auch wirtschaftlich laufen. Aber auch bei dezentralen Lösungen ist es wichtig, sich vorher genau zu informieren, was in Frage kommt. Eine biologische Kleinkläranlage rechnet sich nur unter bestimmten Bedingungen. Darüber beraten kann der Abwasserzweckverband mit Sitz im Girbigsdorfer Schloss.