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Gütesiegel für zwei Altenberger Urlaubsorte

Nach dem Welterbe-Titel kommt die Region zu weiteren Ehren. Dahinter stecken Arbeit und auch Köpfchen.

Auf Wanderung mit Lamas von Zinnwald nach Geising in den Wildpark. Beide Orte verbindet jetzt noch mehr.
Auf Wanderung mit Lamas von Zinnwald nach Geising in den Wildpark. Beide Orte verbindet jetzt noch mehr. © Egbert Kamprath

Die Altenberger kommen gar nicht mehr aus dem Jubeln heraus. Erst werden sie mit der deutsch-tschechischen Bergbaulandschaft Montanregion Erzgebirge/Krusnohori Welterbe. Und schon gibt’s den nächsten Titel – vielmehr gleich zwei. Die Ortsteile Zinnwald-Georgenfeld und Geising wurden offiziell als Erholungsort anerkannt. Das gab am Donnerstag das Sächsische Staatsministerium für Wirtschaft und Arbeit bekannt und adelte damit die Urlaubsregion ein weiteres Mal.

„Wir freuen uns total“, sagt Bürgermeister Thomas Kirsten (Freie Wähler). Nachdem die Ortsteile Kurort Oberbärenburg und Schellerhau das Prädikat bereits erhielten, zudem die Kernstadt Altenberg „Staatlich anerkannter Luftkurort“ wurde, sind nun auch Geising und Zinnwald-Georgenfeld in der touristischen Oberliga angekommen. „Das ist ein Qualitätssiegel“, so Kirsten, „und wird beim Suchen und Finden von Urlaubsregionen immer wichtiger.“ Denn mit so einem Prädikat kann sich der Gast darauf verlassen, dass vor Ort bestimmte Voraussetzungen wie Arztpraxis, öffentliche Toiletten, Café, Hotel oder Freizeiteinrichtungen vorhanden sind.

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Damit beide Orte die Kriterien erfüllen können, hat die Stadt sogar auf Vorschlag von Tourismus-Chefin Ute Marschner einen völlig neuen Weg eingeschlagen. Die benachbarten Ortsteile stellten sich gemeinsam der Prädikatisierung und können sich so vom Angebot her ergänzen. Die Behörden stimmten diesem Vorgehen zu. Der Altenberger Stadtrat schickte schließlich beide Orte 2016 mit rund 25 000 Euro ins aufwendige Verfahren. Die Stadt musste zum Beispiel ein Klima- und Lärmschutzgutachten erstellen lassen. „Aber auch die Ortschaften mussten mitwirken“, so Kirsten, und beim Erarbeiten der Entwicklungskonzepte mithelfen.

Im Juni hat sich der Landesbeirat für Kur- und Erholungsorte in Geising und Zinnwald-Georgenfeld umgesehen. Was er vorfand und wie es dort weitergehen soll, überzeugte. Die Wintersportstadt Altenberg habe sich zu einem attraktiven ganzjährigen Reiseziel entwickelt, begründet Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) die Anerkennung als „Staatlich anerkannter Erholungsort“ für die beiden Ortsteile. „Feriengäste können in Altenberg eine einmalige Mischung aus Idylle und Lebendigkeit genießen.“ Dafür habe die Stadt zahlreiche Investitionen vorgenommen. „Das Prädikat ist verdient und wird die weitere touristische Entwicklung der Region voranbringen.“

Die Urlaubsregion verfügt zum Beispiel über ein gut ausgebautes Wegenetz. Das lädt zu Wanderungen auf dem Erzgebirgskamm oder zu sportlichen Mountainbike-Touren durch die Wälder des Osterzgebirges ein. Im Winter stehen 70 Kilometer präparierte Loipen und Skiwanderwege mit Anbindung nach Tschechien zur Verfügung. Es gibt Skihänge und seit Kurzem für die wärmere Jahreszeit eine Rennradstrecke, den Stoneman Miriquidi Road, der auf weitgehend asphaltierten Nebenstraßen von Altenberg bis Oberwiesenthal führt.

Dieses Engagement Altenbergs zahle sich aus, so Dulig. Im vergangenen Jahr kamen 98 419 Gäste in die Urlaubsregion, die 388 112 Übernachtungen buchten. Das ist ein Zuwachs von jeweils 2,6 bzw. 0,6 Prozent im Vergleich zum Jahr davor. Nun hoffen Vermieter und Gastronomen sowie Betreiber von Freizeiteinrichtungen in Zinnwald-Georgenfeld und Geising, von dem Titel weiter profitieren zu können.

Für Informationen zwischendurch aufs Handy können Sie sich unter www.szlink.de/whatsapp-regio anmelden.

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