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Guidetti zieht es zu den Nachbarn

Zwei DSC-Spielerinnen freuen sich nicht nur über den Sieg in der Champions League. Sie bekommen einen neuen Trainer.

© Robert Michael

Von Michaela Widder

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Nein, in Sachen Bundestrainer gibt es in Volleyball-Deutschland noch keine Neuigkeiten. Dafür aber bei den Nachbarn. Giovanni Guidetti wird neuer Nationalcoach der Niederländerinnen. Zwei Wochen nach der Trennung vom Deutschen Volleyball-Verband (DVV) tritt der 42 Jahre alte Italiener die Nachfolge von Guido Vermeulen an, der erst im November die Oranje-Männer übernommen hatte.

Über die Nachricht sind zwei Spielerinnen beim Dresdner SC besonders erfreut. „Wir waren alle ganz aufgeregt, als wir davon erfahren haben“, sagte Kapitän Myrthe Schoot am Mittwochabend nach dem 3:1-Sieg gegen den finnischen Meister LP Salo. Da war die Neuigkeit zwar noch nicht offiziell, aber längst bei den Auswahlspielerinnen durchgesickert. „Giovanni ist ein krasser Motivationstyp. Das mag ich, weil ich so ähnlich wie er ticke“, erklärte Schoot.

Wie die deutsche Mannschaft hatten die Holländerinnen bei der Weltmeisterschaft im September ebenfalls die Finalrunde verpasst. „Wir haben mit dem Vorgänger nie unsere Ziele erreicht“, sagte die 26-Jährige: „Wir sind eine junge Mannschaft und werden viel von Giovanni lernen.“ Davon ist auch Zuspielerin Laura Dijkema überzeugt: „Er ist ein superguter Trainer und wird unser Team voranbringen.“ Der Saisonhöhepunkt für den neuen Bondscoach und seine Mannschaft wird die Heim-EM vom 26. September bis 4. Oktober. Dort könnte es auch zu einem direkten Aufeinandertreffen mit der deutschen Auswahl kommen.

Wer hierzulande dann die Nachfolge von Guidetti antritt, ist noch offen. Der Verband will seinen neuen Coach spätestens Anfang März vorstellen. DSC-Trainer Alexander Waibl, der für den Posten ins Gespräch gebracht worden war, positionierte sich am Rande des Champions-League-Spiels zu seinem Verein. „Im Grund sind wir uns einig, dass ich hierbleibe. Wir hatten nur noch nicht richtig Zeit, uns in Ruhe zusammenzusetzen und über Details wie etwa Geld zu sprechen“, erklärte der Meistertrainer. Das überrascht nicht bei den vielen englischen Wochen, die dem DSC einen engen Zeitplan vorgeben. Bereits am Sonntag (14 Uhr) sind seine Frauen zu Hause in der Bundesliga gegen Aachen gefordert, am Mittwoch spielen sie in Moskau.

Den Job als Vereinstrainer für das Amt beim DVV aufzugeben, kommt für Waibl nicht infrage. „Wenn, würde ich nicht nur Bundestrainer sein wollen“, sagte er, „aber das Thema ist für mich nicht interessant.“ Und damit für ihn auch schon durch.

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