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Gut, dass jemand protestiert

über die Kampagne für mehr Erzieher

Ines Eifler

Mütter und Väter, die ihre Kinder einfach morgens in der Kita abgeben und nachmittags wieder abholen, bekommen oft gar nicht mit, wie eng gestrickt die Personalpläne sind. Dass die vielen Praktikanten, Auszubildenden und Freiwilligendienstleistenden nicht nur aus Interesse da sind, sondern weil sie gebraucht werden. Weil die Ansprüche an die Kinderbetreuung gestiegen sind.

Familie
Vater, Mutter und Kinder
Vater, Mutter und Kinder

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Ansprüche sowohl der Politik, die sich vor schlechten Pisa-Ergebnissen fürchtet und deshalb vor fast zehn Jahren einen tollen Bildungsplan verabschiedet hat. Als auch derjenigen Eltern, die bereits Umgesetztes aus diesem Bildungsplan, etwa die umfängliche Dokumentation und Besprechung der Entwicklung jedes Kindes, nicht mehr missen wollen. Wenn das Personal aber nicht ausreicht, diese Ansprüche zu erfüllen, dann fühlen sich die Vorstellungen von Bildungspolitik mal wieder wie eine Mogelpackung an.

Nach der Initiative „Zuck“, die gegen Inklusion als Sparmaßnahme protestiert, ist die Kampagne für mehr Kitapersonal schon die zweite landkreisweite Gruppe, die sich in diesem Jahr für bessere Bedingungen engagiert. Es scheint, als sei eine neue Generation protestbereiter Eltern und mutiger Erzieher erwacht. Nun braucht es noch ein paar mehr zur Verstärkung.