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Gut und praktisch

Die Sparkasse richtet sich auf die Zeit mit nur noch einer Filiale in Bischofswerdas Innenstadt ein. Eine Großbaustelle.

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Von Gabriele Naß

Der Hitze vergangener Jahre in der großen Schalterhalle entkommen Kunden und Mitarbeiter in Zukunft. Beim Umbau der Hauptfiliale der Kreissparkasse Bautzen an der Herrmann- bzw. Bahnhofstraße in Bischofswerda wird an den Einbau einer Kühldecke gedacht. Zweckmäßiger Luxus, den sich das Kreditinstitut im Rahmen seiner 1,5-Millionen-Investition leistet. Ansonsten wird bei dem Bau vor allem praktisch gedacht. Mit Blick auf die bevorstehende Zusammenlegung der Hauptfiliale mit der vom Altmarkt.

Blick in die Schalterhalle der Sparkasse an der Herrmannstraße: Hier sieht man schon an den Seiten die Wände für Beratungsräume, die eingebaut werden –und Stefan Zöll (l.) von der gleichnamigen Montagebaufirma.
Blick in die Schalterhalle der Sparkasse an der Herrmannstraße: Hier sieht man schon an den Seiten die Wände für Beratungsräume, die eingebaut werden –und Stefan Zöll (l.) von der gleichnamigen Montagebaufirma. © Thorsten Eckert
Blick aufs Geschäft: Weil die Schalterhalle im Bau ist, wird an improvisierten Schaltern gearbeitet – und trotzdem gelächelt.
Blick aufs Geschäft: Weil die Schalterhalle im Bau ist, wird an improvisierten Schaltern gearbeitet – und trotzdem gelächelt. © Thorsten Eckert
Blick durchs Dach in den Sommerhimmel: Die Konstruktion prägt das Gesicht der Schalterhalle der Kreissparkassen-Hauptfiliale in Bischofswerda. Auch nach dem noch laufenden Umbau bleibt das Oberlicht erhalten. Ansonsten verändert die große Halle ihr Gesich
Blick durchs Dach in den Sommerhimmel: Die Konstruktion prägt das Gesicht der Schalterhalle der Kreissparkassen-Hauptfiliale in Bischofswerda. Auch nach dem noch laufenden Umbau bleibt das Oberlicht erhalten. Ansonsten verändert die große Halle ihr Gesich © Thorsten Eckert

Zusätzliche Büro- bzw. Beratungsräume müssen an der Herrmannstraße entstehen, ohne dass dort am Selbstbedienungs-Kunden-Service gespart wird. Und das, obwohl die Sparkasse im Erdgeschoss zusammenrückt und die erste Etage im eigenen Haus räumt. Das Unternehmen Private textiles, bei der Sparkasse an der Herrmannstraße schon lange Mieter, nimmt die ganze erste Etage dazu.

Das Erdgeschoss im Sparkassenhaus an der Herrmannstraße ist Großbaustelle. Die Schalterhalle mit Kasse, Beratungseinheiten und Kundenschreibtischen – ausgeräumt. Und trotzdem wuselt es hier wie auf dem Ameisenhaufen: jede Menge Fleißige, die ständig in Bewegung sind. Alles Handwerker. Ihnen sitzt die Zeit im Nacken. Schon am 16. September soll Eröffnung gefeiert werden. Zwei von drei Bauabschnitten – das Herz der neuen Zentralfiliale – sind bis dahin abgeschlossen, sagte Sparkassen-Niederlassungsleiter Reinhard Kruschwitz auf Anfrage.

Wem es gelingt, hinter die Baufolie zu schauen, sieht schon die Zukunft. Die verglaste Halle mit großem Oberlicht verändert ihr Gesicht. An beiden Seiten bauen Fachleute Beratungsräume ein. Trockenbauwände stehen schon. Ans Ende der Halle mit Blick aus Richtung Herrmannstraße kommt wieder die Kasse. Sie wird stehen, wo sie war, bevor für die Baufreiheit ausgeräumt wurde. Die neue SB-Zone kommt dafür mitten in die Halle, die durch den Einbau der Büros kleiner wird. Für Kunden soll das nicht zum Nachteil sein. Die Halle ist „riesengroß“, so Kruschwitz, aber bisher nicht hinreichend genutzt worden. Das Besondere der schönen Schalterhalle, das Oberlicht, bleibt erhalten.

Altmarkt nur noch bis September

Die Umbauarbeiten in der Hauptfiliale hatten bereits im Dezember begonnen. Damals wurde zuerst der Selbstbedienungsbereich mit Eingang an der Bahnhofstraße für die Kunden gesperrt. Auf der Fläche entstanden Beratungsräume, die inzwischen schon genutzt werden. Seit Fertigstellung ist der Eingang Bahnhofstraße wieder geöffnet. Schon bald wird es von hier aus auch wieder auf kurzem Weg in die Schalterhalle gehen. Allerdings will die Kreissparkasse die Herrmannstraße zum Haupteingang machen. Entsprechend die Gestaltung, die dort noch bevorsteht.

Nach der Eröffnung der neuen Schalterhalle im September beginnt die Neugestaltung des Foyers. Die hier schon vorhandenen Büro- bzw. Beratungsräume werden renoviert. Ein Beratungszentrum entsteht. Dazu entstehen neue Sozialräume für die Angestellten – als Ersatz für jene, die im ersten Obergeschoss aufgegeben werden. 15 Firmen aus der Region sind für den Umbau der Kreissparkassen-Hauptfiliale Bischofswerda mit Aufträgen bedacht worden, erklärte Reinhard Kruschwitz.

Wegen der Umbauarbeiten in der Schalterhalle laufen Kasse- und Beratungsbetrieb derzeit an provisorischen Arbeitsplätzen im Eingangsbereich Herrmannstraße. Es sei die preiswertere Alternative zum Aufbau von Ausweichcontainern und funktioniere ganz gut, weil Mitarbeiter wie Kunden die Übergangssituation annehmen. Man merke trotzdem, dass ein so großer Umbau bei laufendem Betrieb an die Substanz geht.

Die Sparkassenfiliale am Altmarkt Bischofswerda sollte im kommenden Jahr geschlossen werden. Jetzt geht das Institut davon aus, dass die neue Hauptfiliale an der Herrmannstraße im September schon mit den Kunden vom Altmarkt eröffnet wird und diese bis dahin dorthin umziehen. Die Kunden werden persönlich informiert.

Der Erhalt einer Sparkassen-Selbstbedienungszone am Altmarkt ist im Gespräch. In kleineren als den bisherigen Räumen. Dazu ist die Sparkasse mit der Stadt in Kontakt, hieß es gestern beim Institut. An der Herrmannstraße baut die Sparkasse für die Zukunft. „Eine so große Investition tätigen sie nicht für nur ein paar Jahre“, sagte Reinhard Kruschwitz.