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Gute Aussichten für den Sportpark Dipps 

Die Erneuerung des Kunstrasenplatzes hat es in den aktuellen Haushaltsplan der Stadt geschafft. Was dort noch alles vorgesehen ist.

Die Fußballer des FSV Dippoldiswalde drängen schon lange darauf: Der Kunstrasen im Sportpark wird demnächst erneuert.
Die Fußballer des FSV Dippoldiswalde drängen schon lange darauf: Der Kunstrasen im Sportpark wird demnächst erneuert. © Egbert Kamprath

Die Stadt Dippoldiswalde will dieses Jahr 6,3 Millionen Euro investieren und sie will für 1,4 Millionen Euro Instandhaltungsarbeiten in Auftrag geben. Das steht im Haushaltsplan, den Cornelia Eichler, Finanzchefin der Stadt, jetzt dem Stadtrat vorgestellt hat. In derselben Sitzung hat der Rat auch gleich Ausgaben für eine Maßnahme beschlossen, die noch beginnen soll, bevor der Plan endgültig in Kraft tritt.

Die Stadt lässt für rund 276.000 Euro den Kunstrasenplatz im Sportpark Dippoldiswalde erneuern. Die Fußballer des FSV Dippoldiswalde drängen schon lange darauf. Sie haben bereits 2017 eine Förderung  beantragt. Der Verein ist dafür aber nicht zuständig, daher gab es Ärger mit dem Antrag. Der Platz gehört der Stadt. Die hielt sich aber aus finanziellen Gründen zurück bei dem Sportplatzprojekt. Bis dieses Jahr Oberbürgermeisterin Kerstin Körner (CDU) die Angelegenheit vorantrieb und im Herbst gerade noch rechtzeitig die Gelder beantragt hat. 

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Nun hat die Sächsische Aufbaubank auch schon das Signal nach Dippoldiswalde gesandt, dass die Arbeiten beginnen können. Trotz der großen Summe zählt die Erneuerung des Kunstrasens nicht unter die Investitionen, sondern gilt als Instandhaltung. Das Thema wird den Stadtrat aber weiter begleiten. Denn auch der Kunstrasenplatz in Schmiedeberg muss erneuert werden. Das ist ein Vorhaben für die nächsten Jahre.

Die Museumbaustelle ist in diesem Jahr das größte Investitionsvorhaben der Stadt Dippoldiswalde.
Die Museumbaustelle ist in diesem Jahr das größte Investitionsvorhaben der Stadt Dippoldiswalde. © Karl-Ludwig Oberthuer

Mit Abstand das meiste Geld fließt dieses Jahr in die Sanierung und den Umbau des Lohgerbermuseums. Rund 2,5 Millionen Euro wird Dippoldiswalde hierfür ausgeben. Dabei fließen aber Fördergelder aus der Stadtsanierung und aus dem Leader-Topf, um das Vorhaben mitzufinanzieren. Der Bau soll bis Ende dieses Jahres abgeschlossen sein.

Das nächst-größte Vorhaben ist der Neubau der Turnhalle in Schmiedeberg. Dafür sind 874.000 Euro an Ausgaben vorgesehen.

So soll die Turnhalle Schmiedeberg einmal aussehen. Ihr Bau hat begonnen und sie ist das zweitgrößte Bauvorhaben der Stadt Dipps in diesem Jahr.
So soll die Turnhalle Schmiedeberg einmal aussehen. Ihr Bau hat begonnen und sie ist das zweitgrößte Bauvorhaben der Stadt Dipps in diesem Jahr. © Stadt Dippoldiswalde Büro: Ipro

Die Feuerwehr soll dieses Jahr nachholen, was in den vergangenen Jahren versäumt wurde. Hier ist die Anschaffung von vier Mannschaftstransportwagen für insgesamt 300.000 Euro eingeplant. Weitere Investitionen in die Ausrüstung der Wehr sowie der Neubau einer Zisterne in Reinberg dienen ebenfalls dem Brandschutz.

In der Grundschule in Reichstädt müssen die Kellerwände saniert werden. Dafür sind in diesem Jahr 141.000 Euro eingeplant.

Doch der Haushaltsplan enthält nicht nur die schönen Aspekte, was in diesem Jahr alles werden soll. Er zeigt auch Probleme in der Stadtverwaltung auf. In dem dicken Ordner, den die Finanzchefin in kurzen Sätzen zusammenfasste, finden sich auch Sätze, die es in sich haben. So schreibt Eichler im Vorbericht: „ Es ist festzustellen, dass eine Personalüberdeckung sowohl im Kernhaushalt als auch in der Kernverwaltung vorhanden ist.“ Das heißt, es gibt zu viele Mitarbeiter in der Stadtverwaltung. 

Hier ruhen die Hoffnungen nun auf einer Untersuchung der Arbeit der Stadtverwaltung durch ein Büro. Diese wurde 2018 noch unter OB Jens Peter in Auftrag gegeben und deren Ergebnisse sollen nun vorliegen. Körner kündigte an, dass sie in Kürze mit dem Ältestenrat des Stadtrats darüber sprechen werde.

Nun gibt die Oberbürgermeisterin Gas. In den nächsten Wochen wird der Haushaltsplan öffentlich ausgelegt. Dann kann ihn sich jeder Interessierte in der Stadtverwaltung ansehen und Hinweise dazu geben. Die nächste Stadtratssitzung wird dann eine Woche nach hinten verschoben, sodass der Rat am Mittwoch, dem 1. April, den Haushalt beschließen kann. Wenn das so aufgeht, könnte die Verwaltung voraussichtlich ab Mai nach dieser Vorgabe arbeiten. 

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Damit wäre Dippoldiswalde noch nicht ganz im grünen Bereich. Laut Gesetz sollte der Plan zu Beginn des Jahres fertig sein. Aber die Zeiten, in denen erst spät im Jahr die Finanzplanung fertig war, gehören offenbar der Vergangenheit an. 

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