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Gute Fahrt an der Straße der Jugend

Die Wohnungsgenossenschaft hat vier Eingangsbereiche altersgerecht ausbauen lassen. Zuvor gab es viele Beschwerden von Mietern.

Von Sylvia Jentzsch

Endlich kann Rosel Queck (83) ohne Probleme ihren Hauseingang an der Straße der Jugend 7 erreichen. Seit einigen Tagen gibt es einen altersgerechten Zugang. Die Wohnungsgenossenschaft Hartha (WGH) beauftragte die Firma Estler Straßen- und Tiefbau mit der Erneuerung der Treppen und Wege vor dem Wohnblock 1 bis 7 . Für die letzten Hauseingänge wurde eine Rampe gebaut, damit sowohl die Nutzer eines Rollators oder Leute mit kleinen Kindern problemlos ihr Ziel erreichen können. Die Eingänge Nummer eins und drei hat die Baufirma so angelegt, dass keine Stufe mehr bis zum Eingang überwunden werden muss. Darüber freut sich auch Karin Hübner, die im Kleiderstübchen verkauft. Die Veränderung sei wohlwollend von den Kunden aufgenommen worden.

Genieß‘ die Heimat mit Oppacher!
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Für viele Mieter dieses Blocks ist damit ein langgehegter Wunsch in Erfüllung gegangen. Fast zehn Jahre lang machte Wolfgang Brandt im Namen vieler Mieter den Vorstand der WGH immer wieder auf den schlechten Zustand der Treppen und der Wege aufmerksam. Sie stellten eine Unfallgefahr da. Zum Teil griffen die Mieter zur Selbsthilfe und reparierten, was sie konnten. Am schlechten Zustand änderte sich nichts. Während der alte Vorstand das Anliegen der Mieter immer wieder negierte, hat nun Jörg Keim als neuer Vorstand gemeinsam mit seinen Mitarbeitern nach einer Lösung gesucht. Obwohl die WGH immer mit einem spitzen Stift rechnen muss, investierte sie mehr als 10 000 Euro, um ihren Mietern einen sicheren und altersgerechten Zugang zu schaffen. „Schön, dass es jetzt die Rampe gibt. Auch so sieht alles gleich viel ordentlicher aus“, sagte Rosel Queck. Sie hoffe, dass sie diese Erleichterung noch lange nutzen kann. Zuvor musste die 83-Jährige ihren Rollator über sieben Treppenstufen hieven. „Die Rampe ist wirklich eine Erleichterung und ich kann so meine Selbstständigkeit hinsichtlich der Fortbewegung wahren“, sagte Rosel Queck. Auch Nachbar Heinz Suhrmann (74) aus Haus Nummer 5 ist über die neue Lösung sehr glücklich. „Die Firma hat das ganz prima gemacht. Auch während der Bauzeit gab es für uns immer eine Lösung, wie wir den Hauseingang erreichen“, so der 74-Jährige. Die Arbeiten seien schnell vorangegangen. Die Anwohner freuen sich nicht nur über die gepflasterten Wege und neuen Treppen, sondern auch über die Blumenpracht, die vor dem Eingang steht. Dafür ist Karin Suhrmann zuständig. Sie hat sozusagen den grünen Daumen. An der Finanzierung der Pflanzen beteiligen sich alle Bewohner im Eingang Nummer fünf.

Gestern waren auch die Mitarbeiter von Monsator Hausgeräte aus Döbeln froh, dass es die Rampe gibt. Problemlos rollten sie eine neue Waschmaschine auf einer Sackkarre bis zum Hauseingang.

Die WGH kann aufgrund der finanziellen Situation keine großen Schritte machen. Aber auch die kleinen Dinge freuen die Mieter. So werden weitere Müllboxen gebaut, in denen die Abfalltonnen stehen. Der Wohnblock Nummer 38 bis 42 an der Nordstraße, die meisten kennen ihn als Winter, bekommt in diesem Jahr noch Balkone und auch das Abwasserproblem in den oberen Häusern an der Nordstraße soll gelöst werden.

„Die Mieter des Winters sind über die Verbesserung des Wohnkomforts begeistert. Wir haben alle informiert. Auch für eine ältere Frau, für die der Anbau zu viele Umstände verursacht, haben wir eine Lösung gefunden“, so Jörg Keim. Ende August soll mit dem Setzen der Fundamente für die Balkone begonnen werden. Im Herbst können sich dann alle Bewohner des Winters über die Möglichkeit freuen, noch ein paar schöne Sonnenstunden auf dem Balkon zu verbringen.