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Gute Karten für den Bierzug

Die Vorbereitungen für den Eibauer Bierzug gehen in den Endspurt. Ein besonderes Kartenspiel hilft dabei.

Von Carina Brestrich

Die Karten für den Eibauer Bierzug am letzten Juni-Sonntag liegen auf dem Tisch. Und zwar sprichwörtlich. Denn: Die Abfolge der Umzugswagen, Musikkapellen und anderer steht jetzt fest. Dass die Karten auf dem Tisch liegen, ist aber durchaus auch wortwörtlich zu verstehen. Immerhin ist es eine Tradition, die Reihenfolge der Umzugsteilnehmer mithilfe von Pappkärtchen festzulegen: Dazu wurden nun wieder die Schildchen einen Abend lang hin- und hergeschoben. Das Ergebnis verspricht dieses Jahr einige Veränderungen.

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Etwa 90 Kärtchen hatten Christfried Heinrich und die anderen Organisatoren vom Umzugsteam in diesem Jahr vor sich. Schon seit Jahren kümmern sie sich darum, dass beim Umzug alles stimmt. Und trotzdem ist das Kartenlegen jedes Jahr aufs Neue eine Herausforderung: „Wir wollen den Leuten ja nicht stets dasselbe zeigen. Außerdem sind auch immer wieder andere Teilnehmer dabei“, erklärt Christfried Heinrich. Gleichzeitig seien einige Dinge jedes Jahr zu beachten: Sind die Musikkappellen gut verteilt? Vertragen sich die Pferdegespanne mit dem voranrollenden Umzugswagen? Welche Gruppen gehören thematisch zusammen? Sind diejenigen mit Kindern möglichst weit vorn, aber nicht hintereinander?

In diesem Jahr werden etwa 1 500 Teilnehmer durch den Ort ziehen. Mit dabei sind außerdem 120 Pferde. Als Zweier-, Vierer- und Sechsergespanne, aber teils auch beritten werden sie vor allem im vorderen Teil des Umzugs zu sehen sein, während im hinteren die motorisierten Zugmaschinen folgen. „Es ist wichtig, dass die Tiere nicht gestresst werden. Da passen zum Beispiel eine Musikkapelle oder ein Traktor davor überhaupt nicht“, erklärt Heinrich.

Anführen werden den Bierzug dieses Jahr die sieben Ortsteile der Gemeinde Kottmar. Nachdem im vorigen Jahr die Gemeindehochzeit das bestimmende Thema des Bierzugs war, sollen die Orte diesmal die Möglichkeit haben, sich einzeln zu präsentieren – und auch für sich und ihre Veranstaltungen zu werben. So etwa lädt der Frauenring Obercunnersdorf mit einem Wagen zum Abernfest ein. Die Natur- und Heimatfreunde schwingen ihre Sensen für ihr Sensenfest im August. Und die Freiwillige Feuerwehr Niedercunnersdorf macht ihr Feuerwehrmuseum schmackhaft. Außerdem kündigt Christfried Heinrich einige neue Darstellungen im historischen Teil des Umzugs an: „Die Stolpener Stadtwache ist nach einer Pause dieses Jahr zum Beispiel wieder dabei.“

Mitziehen werden am 29. Juni außerdem wieder die Brauereien aus Löbau, Görlitz, Radeberg, Dresden, Meißen und dem tschechischen Varnsdorf. Schon im vorigen Jahr präsentierten sie sich mithilfe des Sächsischen Brauererbundes beim Bierzug. „Das Bier wird also in jedem Fall wieder fließen“, sagt Heinrich. Dazu gibt’s den passenden Lesestoff: Denn die SZ ist dieses Jahr wieder mit einem eigenen Wagen vertreten und verteilt kostenlos die Bierzug-Sonderbeilage.

Auch wenn der diesjährige Bierzug noch bevorsteht – Christfried Heinrich und die anderen Bierzug-Organisatoren haben schon Ideen für den nächsten Umzug. „Näheres können wir natürlich noch nicht verraten“, sagt er. Fest steht jedenfalls schon: Wer den Umzug dieses Jahr verpasst, kann ihn sich als Film ansehen. „Es wird auch diesmal wieder eine Kamera das Geschehen mitverfolgen“, sagt Heinrich. Das Ergebnis ist dann in einer öffentlichen Vorführung zu sehen oder als DVD erhältlich.

www.eibauer-bierzug.de