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Radeberg

Gute Lage – hoher Preis

Der Grundstückspreis für das Wohngebiet an der Radeberger Wagnerstraße steht fest. Interessenten sollten schnell sein.

Auf dem Gelände des Wohngebietes an der Wagnerstraße haben noch die Bauleute zu tun. Ende Juli sollen Straßenzüge und Fußwege fertig sein.
Auf dem Gelände des Wohngebietes an der Wagnerstraße haben noch die Bauleute zu tun. Ende Juli sollen Straßenzüge und Fußwege fertig sein. © Archivfoto: Matthias Schumann

Radeberg. Jetzt ist die Katze aus dem Sack. Die Wohnbau Radeberg hat den Grundstückspreis für das Wohngebiet an der Richard-Wagner-Straße bekanntgegeben. „Er liegt bei einheitlich 235 Euro pro Quadratmeter“, sagt Sven Lauter, Geschäftsführer der Wohnbau Radeberg. Somit müssen Häuslebauer allein für ein 750 Quadratmeter großes Grundstück knapp 180 000 Euro auf den Tisch legen. Dafür bekommen sie aber auch ein komplett erschlossenes Areal. „Glasfaserkabel, Trinkwasser, Abwasserkanäle, Gas sowie elektrischer Strom liegen dann an“, sagt er.

Mit den 235 Euro pro Quadratmeter liegt das Angebot weit über den Bodenrichtwerten, die der Freistaat im Internet unter boris.sachsen.de veröffentlicht. Dort sind für das Gebiet rund um die Richard-Wagner-Straße in Radeberg noch 50 Euro für den Quadratmeter angegeben. Allerdings stammt dieser Wert aus dem Jahr 2016. Die kommt die Wohnbau aber auf die 235 Euro? „Dieser Preis setzt sich aus verschiedenen Komponenten zusammen. Einmal sind darin unsere Ausgaben für die Erschließung enthalten. Diese Kosten müssen sich amortisieren“, sagt der Geschäftsführer. Außerdem orientiert sich der Preis an den zurückliegenden Grundstücksverkäufen der Wohnbau. „Im Herbst haben wir einige Flächen am Sandberg verkauft. Das war das Niveau ähnlich. Außerdem spielt freilich die Nachfrage eine Rolle und die ist derzeit hoch.“ Im Angebot sind 22 Baufelder für Einfamilienhäuser in bester Lage. Sie entstehen im Gebiet zwischen der Richard-Wagner-Straße, der Schillerstraße und der Pillnitzer Straße. Zur Innenstadt ist es nicht weit, der Bahnhof ist in der Nähe und Einkaufsmöglichkeiten sind auch vorhanden.

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Angebote gelten nur schriftlich

Auch wenn jetzt der Preis feststeht, Interessenten müssen sich mit ihren Angeboten noch etwas gedulden. „Wir werden zunächst ab Montag, dem 13. Mai, die Exposés für alle Grundstücke veröffentlichen. Sie sind nach Nummern geordnet. Für jedes einzelnes Areal sind die Größe und die Kosten aufgeführt“, sagt er. Die Exposés sind auf der Homepage der Wohnbau abrufbar. Eine Woche später, ab Montag, dem 20. Mai, können ab 9 Uhr die Angebote abgegeben werden. Sie müssen schriftlich erfolgen und sie dürfe nicht per Mail oder Fax geschickt werden. „Die Interessenten müssen einen Kaufantrag, den es als Formular auf unserer Internetseite gibt, entweder bei uns abgeben oder per Post an uns senden. Kaufanträge können wir nicht berücksichtigen. Es wird keine Reservierungen oder Ähnliches geben.“

Vermutlich gehen mehr als 22 Kaufanträge ein und vermutlich bewerben sich auch gleich mehre Interessenten auf die Flächen in besonders günstiger Lage. „Über die Vergabe wird dann der Aufsichtsrat der Wohnbau entscheiden. Kriterien wird es nicht geben. Der Aufsichtsrat wird von Fall zu Fall entscheiden. Sicherlich spielt aber die Reihenfolge der Eingänge eine Rolle.“

Bis Ende Juni liegt auch der Asphalt

Ende Juli soll die Erschließung abgeschlossen sein. Dann liegt auch der Asphalt, Gehwege und Einfahrten sind zu sehen. Knapp 1,7 Millionen Euro kostet die Erschließung. Die Grundstücke haben eine Größe zwischen 470 und 1100 Quadratmeter. Die Durchschnittsgröße liegt bei 620 Quadratmetern.

Später sollen in einem zweiten Bauabschnitt eine ähnliche Anzahl an Wohnbauflächen erschlossen werden. „Wann das geschehen wird, ist noch unklar. Derzeit sind noch einige Grundstücksfragen offen“, sagt der Wohnbauchef. Auch bei einem anderen großen Vorhaben geht es voran. Für die Erweiterung des Wohnstandortes Am Sandberg laufen bereits die Planungen. Hier ist eine große Fläche in Richtung des ehemaligen Coca-Cola-Standortes noch frei. 55 Baufelder werden entstehen. Der Grund für die Erweiterung: Das Wohngebiet Am Sandberg war zunächst als sogenanntes innerstädtisches Mischgebiet von Wohnen und Gewerbe ausgewiesen. Jetzt soll es in ein urbanes Mischgebiet umgewandelt werden. Der Anteil des Gewerbes fällt dabei niedriger aus. „Eine Nachfrage nach Gewerbeflächen gab es kaum, somit können wir den Anteil zurückfahren und die Fläche für Wohnbebauung nutzen.“

Noch in diesem Jahr will die Wohnbau die Erschließungsarbeiten für die 55 neuen Grundstücke ausschreiben.