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Gute Nachrichten vom Geld

Diese Sorgen möchte Angelika Eckstein öfter haben. Die im Bereich kommunale Finanzen im Kamenzer Landratsamt tätige Geld-Expertin meinte am Montag im Königsbrücker Stadtrat: „Den Prüfern aus Löbau ist...

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Von Reinhard Kärbsch

Diese Sorgen möchte Angelika Eckstein öfter haben. Die im Bereich kommunale Finanzen im Kamenzer Landratsamt tätige Geld-Expertin meinte am Montag im Königsbrücker Stadtrat: „Den Prüfern aus Löbau ist es schwer gefallen, etwas zu finden.“ Sie hatten vom 4. Februar bis 30. April dieses Jahres versucht, irgendwelche Unregelmäßigkeiten, Gesetzesverletzungen, unerklärliche Geldlöcher und anders mehr zu entdecken. Vergeblich! So wenig Seiten, 18 insgesamt, würden selten gefüllt. Und drauf ständen lediglich ein paar Kleinigkeiten: zu geringe Gewerbesteuer werde erhoben, die Abwicklung einiger Verbindlichkeiten mit Bargeld sei nicht rechtens, ein paar Personalakten und Dienstaufträge unvollständig...

Die Bewertung von Angelika Eckstein gingen dem Bürgermeister, den Stadträten und vor allem der Kämmerin Gudrun Kreische runter wie Öl: Königsbrücks Finanzstatus erweist sich als „äußerst stabil“, die Kommune wäre „recht finanzstark“ und „immer ziemlich flüssig“. Die Übertragungen vom Verwaltungs- in den Vermögenshaushalt wären überdurchschnittlich groß – im Vergleich zu anderen Gemeinden, die Investitionsrate sei hoch. Summasumarum: Ein Königsbrücker ist rein statistisch „nur“ mit gut 700 Euro verschuldet. Das wären zwei Prozent vom Gesamthaushalt. Andere Kommunen hätten Zahlen von 20 bis 25 Prozent aufzuweisen. Künftige Kredite, so Angelika Eckstein, würden wahrscheinlich ohne Kopfschütteln bewilligt werden. „Ich habe einfach nur zu loben.“ Dem Bürgermeister Jürgen Loeschke verschlug es hier zum ersten Mal am Montagabend die Sprache. Er konnte dazu nur noch sagen: „Das alles wundert mich manchmal auch.“