merken
PLUS

Gute Schulpolitik sieht anders aus

über das verzögerte Zustellen der Bescheide

© dspd

Sebastian Martin

Viele Eltern dürften wenig Verständnis dafür haben, dass sie erst nächste Woche erfahren, an welcher Schule ihre Kinder künftig lernen werden. Und auch kaum ein Schulleiter kann nachvollziehen, warum das Versenden der Bescheide quasi über Nacht vom Kultusministerium gestoppt wurde. Wie auch?

Wandern
Schritt für Schritt
Schritt für Schritt

Gerne an der frischen Luft und immer in Bewegung? Wanderwege, Tipps und Tricks finden Sie hier.

Bereits Mitte März haben die Schulen ihre Bedarfsplanungen erstellt und eingereicht. Die Begründung der Bildungsagentur für die einwöchige Verschiebung, dass diese mit noch laufenden Abstimmungen hinsichtlich der Klassenbildung an einzelnen Standorten zu tun habe, klingt da wenig plausibel – zumal das Pfingstwochenende bevorsteht, an dem kaum ein Verantwortlicher für das nächste Schuljahr planen wird.

Gut, könnte manch einer meinen, ob man eine Woche eher oder später erfährt, auf welche weiterführende Schule das Kind gehen wird, ist nicht allzu tragisch. Schließlich ist bis zum Schuljahresbeginn am 1. September noch etwas Zeit. Allerdings bleibt eine Frage: Wie reagieren die Behörden, wenn die Bürger gesetzte Fristen nicht einhalten – zum Beispiel die Einkommenssteuererklärung nicht pünktlich abgegeben? Eine verlässliche, gute Schulpolitik sieht anders aus.