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Guten Rutsch!

Seit dieser Woche steht die Breitrutsche im Leisniger Freibad. Sie kann ab Mai genutzt werden, es sei denn, das Wetter behindert die Bauarbeiten.

Von Tina Soltysiak

Die Drittelstunde – der SZ-Podcast

Aktuelle Themen sowie Tipps und Tricks für den Alltag: Fabian Deicke stellt Experten verschiedener Gebiete die Fragen der SZ-Community.

Blauer Himmel, Sonnenschein. Verführerisch bricht sich das Licht auf dem Wasser. Die perfekten Voraussetzungen für eine Rutschpartie. Die wäre seit Wochenbeginn im Leisniger Freibad tatsächlich möglich – seitdem steht die Breitrutsche. Allerdings nur theoretisch. Denn erstens ist es noch viel zu kalt. Und zweitens ist das Bad noch eine Großbaustelle.

Angefertigt hat die Rutsche die Döbelner Firma Atlantics. Rund Euro hat das gute Stück gekostet. Schwindelfrei müssen die Badegäste nicht unbedingt sein – die Länge der Rutsche beträgt zwölf Meter. Hand-in-Hand-Rutschen ist möglich. Denn sie ist immerhin drei Meter breit. Drei Wochen hat die Fertigung gedauert. Das sagt René Clausnitzer, Leiter Technik bei der Atlantics GmbH. Wie das Becken auch besteht die rund drei Tonnen schwere Rutsche aus Edelstahl. Er ist ein sehr beständiges und leicht zu pflegendes Material. Deshalb hat sich die Stadt für diesen Baustoff entschieden. Trotzdem ist es pflegeintensiv: Vor allem in den ersten Wochen ist eine gründliche Reinigung erforderlich. Denn mit den Badegästen kommen Salze ins Wasser – sei es durch Schweiß oder kleine Kieselsteine zwischen den Zehen.

Andere Metalle von Ohrringen oder Haarklammern können ebenfalls unschöne Flecken entstehen lassen. Deshalb müssen der Sprungturm, dessen Grundgerüst schon steht, und die Rutsche täglich abgespritzt werden. Sonst brennt der Sonnenschein die Salze regelrecht ein. Diese Aufgabe wird der Bademeister übernehmen. Die Stelle ist derzeit ausgeschrieben. Gesucht werden zwei Personen. Bis zum 2. März nimmt die Stadtverwaltung Bewerbungen entgegen.

Rutsche kostet 40 000 Euro

Den Auftrag für die Edelstahlarbeiten hatte der Leisniger Stadtrat Anfang vergangenen Jahres an die Firma Edelstahl-, Schwimmbad- und Metallbau GmbH (Esm) mit Sitz in Pirna vergeben. Der Kostenvoranschlag lag bei rund 667 500 Euro. „Die Firma Atlantics ist von Esm als Subunternehmer beauftrag worden“, erklärt Leisnigs Bauamtschef Thomas Schröder. Gekostet habe die Rutsche rund 40 000 Euro, erzählt René Clausnitzer. Sie sei in drei Teilen gefertigt worden: Rutschwanne, Podest und Treppen. Deren Aufbau in Leisnig erfolgte mit schwerem Gerät. Ein Kran hievte das Vergnügungsaccessoire an die richtige Stelle – im Nichtschwimmerbereich am Beckeneingang. Die Steinplatten hatten die Mitarbeiter der Firma Andrä Straßen und Tiefbau GmbH vorab gelegt. Einige wenige Steine rund um die Stützen fehlen noch.

Thomas Schröder sagt, dass die Bauarbeiten noch immer im Kosten- und Zeitplan liegen würden. Was noch fehlt, ist ein Betreiber. Der soll unter anderem die Kassierung des Eintritts sowie den Imbissbetrieb gewährleisten.

Einen weiteren Schritt für den Umbau des Mehrzweckgebäudes haben die Stadträte gestern Abend geebnet: Sie haben die Mildensteiner Baugilde GmbH mit der Sanierung beauftragt. Insgesamt wurden drei Angebote auf die öffentliche Ausschreibung abgegeben. „Es sind Kosten in Höhe von 294 400 Euro brutto veranschlagt“, sagt Thomas Schröder.

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