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Gymi und Konventa feiern mit Makó

Seit zehn Jahren bestehen die Kontakte nach Südostungarn. Viele Beteiligte halten die Partnerschaft am Leben.

Von Gabriel Wandt

Dreizehn Stunden Busfahrt und dann ein herzlicher Empfang: So begann für Christin Schmidt voriges Jahr der Besuch in der Partnerschule im ungarischen Makó. „Die Leute haben sich viel Mühe gemacht mit uns“, erzählt die Zehntklässlerin des Löbauer Geschwister-Scholl-Gymnasiums. Sie war eine von etwa 16 Schülern, die 2013 für eine Woche Löbaus Partnerstadt im Südosten Ungarns besucht haben. Mehr als 900 Kilometer liegen dazwischen, „aber trotzdem haben wir uns gut verstanden“, sagt Christin Schmidt.

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Die Gymnasien pflegen diesen Austausch seit zehn Jahren, und die Verbindung zwischen beiden Städten besteht inzwischen in mehreren Bereichen. Das Jubiläum ist deswegen auch Thema der Löbauer Konventa, die an diesem Wochenende wieder auf dem Messegelände stattfindet. Denn Gäste aus Makó sind seit zehn Jahren bei der Gewerbemesse dabei, und genauso lange fahren Löbauer nach Ungarn. Zur Eröffnung von Löbaus größter Messe am Sonnabendvormittag wird das Jubiläum gewürdigt. Jürgen Mietke, Chef des Konventa-Fördervereins, hat sich dafür etwas einfallen lassen. Er war es auch, der 2003 im Herbst die ersten Kontakte knüpfte. Damals waren Vertreter von Wirtschaft und Verwaltung aus Makó in Löbau zu Gast. Bei einem Treffen berichtete Mietke von der Konventa, und schnell war Interesse an einer größeren Partnerschaft geweckt. Die wurde 2005 offiziell zwischen beiden Städten geschlossen – da hatte es die ersten beiderseitigen Besuche bereits gegeben. Und auch das Makó-Zentrum in der Inneren Zittauer Straße war schon entstanden, am 6. Mai 2004 nämlich wurde es eröffnet. Hier bietet Inhaberin Aniko Perbiro ungarische Spezialitäten an, hat bis heute Stammkundschaft aus der Stadt und dem Umland, sogar ein regelmäßiger Oberlausitz-Besucher aus Bremen kauft immer wieder bei ihr ein. Perbiro stammt aus Makó und lebt seit 20 Jahren in Deutschland. Sie ist Ansprechpartner für Kontakte nach Ungarn, gibt Tipps und kann vermitteln. In Löbau hat sie die Sommertradition gemütlicher Hoffeste ins Leben gerufen, mit ungarischem Langos, Musik und mehr. Neben Schule und Wirtschaftskontakten gehört zur Städtepartnerschaft eine Verbindung von Landwirtschaftsschulen, und auch Musik spielt eine Rolle. Ein Löbauer Kammerchor war dreimal in Makó und Umgebung und hat dort auch Werke früherer Löbauer Kantoren aufgeführt.

Gefeiert wird die Partnerschaft aber nicht nur auf der Konventa, sondern auch im Löbauer Gymnasium. Mitte Juni kommen Schüler aus Makó wieder in die Oberlausitz, erzählen Binetta Hempel und Annegret Langwald. Beide sind Lehrerinnen an der Scholl-Schule und halten den Kontakt zum Makóer Gymnasium am Leben. Zehn Jahre Austausch werden dann mit einem Fest in der Schule gefeiert. Dann wird vielleicht auch Christin Schmidt dabei sein und ungarische Freunde wiedertreffen. Denn über Facebook & Co. halten deutsche und ungarische Schüler den Kontakt, erzählt sie. Dass es diese Verbindung zwischen den Schulen gibt, findet sie gut. „Ich hoffe, dass sich immer genug Leute finden, die das aufrechterhalten“, sagt sie.