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Gymnasium macht Schule im Museum

Unter dem Motto „Gesunde Lebensweise“ lernen Schüler in diesem Jahr auch außerhalbdes Klassenzimmers.

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Von Silke Schoepe

Unterricht einmal anders dürfen Schüler der siebenten Klassen des Christian-Weise-Gymnasiums in diesem Schuljahr erleben. Es ist das erste Mal, dass der Gedanke der fächerübergreifenden Freiarbeit der fünften und sechsten Klasse ein Stück weit in die siebente Klassenstufe hineingetragen wird.

„Wir Lehrer haben überlegt, wie diesmal das Jahrgangsprojekt gestaltet werden könnte. Unter dem Motto ,Gesunde Lebensweise‘ haben wir schließlich dieses Projekt entwickelt, das der Förderverein der Schule im Rahmen der Ganztagsangebote tatkräftig unterstützt“, sagt Silvia Engelhardt, Klassenlehrerin der 7f1.

Denn mittlerweile haben ihre Schützlinge bereits die ersten Termine absolviert, wie zum Beispiel die Anti-Drogenwoche Ende letzten Jahres. Auf dem Terminplan stand da ein gemeinsamer Abend mit den Eltern, den Wolfgang Müller fachlich begleitete. Für dieses Projekt haben die Schüler sogar ihre Klassenfahrt geopfert. Denn nun stehen einzelne schulfreie Tage mit speziellen Exkursionen an.

Im Januar führte der Weg der siebenten Klassen nach Dresden. Ziel: Hygienemuseum. Projektthema: „Der bewegte Mensch“. In ungewohnter, anregender Umgebung der Dauerausstellung sollten sie sich gruppenweise interessante Themen rund um „Körper und Bewegung“ erarbeiten.

Vor Ort konnten sie dazu die Ausstellungsobjekte zum Experimentieren nutzen. „Das war Klasse. Wir konnten viel selbst machen“, freut sich Tillmann Hanisch, ein Schüler. Gemeinsam mit seinen Schulkameraden arbeitete er am Thema Muskeln. „Später gab es ein Plenum, in dem alle Gruppen ihre Ergebnisse vorstellen konnten“, fügt der 13-Jährige an. Jaceline Worm kommentiert: „Im Gegensatz zur Schule durften wir ohne Erlaubnis in eigener Verantwortung die Geräte bedienen.“

Und überhaupt: Ein Museum, in dem Besucher die Exponate berühren dürfen und selbst experimentieren können, hat die Schüler beeindruckt. Beeindruckt hat Tom Witschel besonders die „Six feed under“-Ausstellung. Luisa Peschel fand indes die Experimente zu Haut und Haar teilweise ekelig.

In jedem Fall wollen einige Schüler auf eigene Faust das Dresdner Hygienemuseum noch mal besuchen, denn in der kurzen Zeit konnten sie nicht die ganze Ausstellung erkunden. Im April soll das Programm zur „Gesunden Lebensweise“ mit einem Ernährungstag fortgesetzt werden. Danach steht im Sommer ein Sporttag an. Höhepunkt wird ohne Frage zum Schuljahresende ein „Erlebniscamp im Gebirge“ sein.

Das hatte Lehrerin Silvia Engelhardt bis dato geheim gehalten: „Die Schüler sollen auf sich gestellt in der Wildnis des Zittauer Gebirges übernachten, also auch für Verpflegung und was sonst so dazugehört sorgen.“