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Gysi grillt – Spahn sportelt

So viel Parteiprominenz wie in den letzten fünf Wochen dürfte in den vergangenen fünf Jahren den Kreis nicht besucht haben.

Linken-Spitzenkandidat Tilo Hellmann hat für Donnerstag einen Besuch von Linken-Galionsfigur Gregor Gysi in Meißen angekündigt.
Linken-Spitzenkandidat Tilo Hellmann hat für Donnerstag einen Besuch von Linken-Galionsfigur Gregor Gysi in Meißen angekündigt. © Dietmar Thomas

Meißen. Mit dem Countdown zur Landtagswahl gewinnt der Wahlkampf in Meißen und Umgebung nochmals an Spannung. Linken-Spitzenkandidat Tilo Hellmann hat jetzt für den Donnerstag einen Besuch von Linken-Galionsfigur Gregor Gysi angekündigt. Ab 15.30 Uhr soll der redegewandte Präsident der Europäischen Linken auf dem Heinrichsplatz sprechen.

Als Schmankerl obendrauf wird es den 71-Jährigen nicht nur zu hören geben. Wer möchte, kann auch seine Kochkünste testen. Gysi hat sich bereiterklärt, zusammen mit Tilo Hellmann in einer kleinen Kochtalkshow den Löffel zu schwingen sowie zu plaudern. Vielleicht gibt es gefüllte Paprikaschoten? Oder Schmorgurken? 

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Für beide Gerichte hat der Linken-Spitzenpolitiker in der Vergangenheit bereits seine Vorliebe erklärt. Das kommt sicher nicht von ungefähr. Gefüllte Paprikaschoten gelten als ein Klassiker der DDR-Küche und brachten doch gleichzeitig etwas mediterranes oder zumindest südeuropäisches Flair auf den Tisch. Ähnlich die Schmorgurke, welche besonders an heißen Tagen beliebt ist.

Derzeit ein häufiger Gast im Freistaat Sachsen: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn am Montag im Gespräch mit Dr. med. Jan-Henning Schierz im Krankenhaus Dresden-Friedrichstadt. 
Derzeit ein häufiger Gast im Freistaat Sachsen: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn am Montag im Gespräch mit Dr. med. Jan-Henning Schierz im Krankenhaus Dresden-Friedrichstadt.  © Sven Ellger

Ohne Spaßanteil muss dagegen die Stippvisite von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn auskommen. Der Christdemokrat scheint gerade einen neuen Rekord beim Einreichen von Gesetzesvorlagen aufstellen zu wollen. Mit seinem jüngsten Vorstoß möchte er die Qualität von Medizinprodukten besser kontrollieren. Im Landkreis Meißen treibt den 39-Jährigen allerdings ein anderes Thema um.

Hier schaut er sich am Donnerstag mit Direktkandidatin Daniela Kuge eine Physiotherapie in Klipphausen an. Dort wolle er mit Physiotherapeuten und Ärzten ins Gespräch kommen, heißt es in einer Mitteilung. Für Daniela Kuge ist der Besuch ein Heimspiel. Sie wohnt in Klipphausen. Vergangene Woche konnte sie mit der Grundsteinlegung für den Neubau der evangelischen Oberschule einen persönlichen Erfolg verbuchen.

SPD-Spitzenmann Frank Richter hat seinen Wahlkampf unterdessen bis Dresden ausgedehnt. Bereits Anfang der Woche sprach er dort mit Renata Schmidtkunz, Moderatorin und Redakteurin beim Österreichischen Rundfunk, über die Folgen von zwei Jahren Koalitionsregierung aus ÖVP und FPÖ in Deutschlands Nachbarland.

Das Gespräch fand unter dem Motto statt: „Die Herrschaft der Wenigen auf Kosten der Vielen. Schwarz-Blau am Beispiel Österreichs.“ Richter selbst hat sich im Wahlkampf stets vehement gegen eine ähnliche Koalition von Christdemokraten und Rechtspopulisten im Freistaat eingesetzt.

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