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Halbzeit im Saurierpark

Der Rohbau für das neue Empfangsgebäude in Kleinwelka steht. Die Eröffnung verzögert sich allerdings.

© Uwe Soeder

Von Frances Scholz

Bautzen. Ganz langsam kommt sie herangeschwebt. Sie ist tonnenschwer. Um sie in die richtige Position zu bringen, ist Augenmaß gefragt. Die Betontreppe für das neue Eingangsportal am Saurierpark Kleinwelka ist das letzte Puzzleteil für den Rohbau. „Insgesamt haben wir zwei dieser Treppen eingebaut. Dafür mussten sie in einer geraden Position vom Kran heruntergehoben werden. Nur so konnten wir die Treppen an der richtigen Stelle positionieren“, erklärt Bauleiter Walter Morlock.

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Doch nach vier Stunden Einbauzeit sind die Bauleute auf der großen Baustelle wieder verschwunden. Denn momentan herrscht eine Ruhepause. „Die Nächsten, die herkommen, sind die Stahlbauer. Sie sind für die Dachkonstruktion verantwortlich. Allerdings werden im Moment noch verschiedene Absprachen getroffen“, sagt der Bauleiter. Wann sie anfangen, ist noch nicht genau klar. Aber das ist nicht die einzige Verzögerung. Durch den kurzen Wintereinbruch im Januar, konnten auch die Treppen erst jetzt einbaut werden. Geplant war das eigentlich schon für Ende Dezember. „Die Arbeiten sind eben abhängig vom Wetter“, sagt Walter Morlock.

Neuer Eingang im Spätsommer

Die Beteiligungs- und Betriebsgesellschaft Bautzen (BBB), die den Park betreibt, wollte das Eingangsportal eigentlich schon im April öffnen. Dass das nun in weite Ferne rückt, ist Saurierparkchefin Bianca-Diana Dorkó klar. „Aber das ist nicht so schlimm. Wir denken, dass die ersten Besucher im Spätsommer durch den neuen Eingang gehen können. Das ist gut, denn dann können unsere Gäste schon über die neuen Wege in den Park gelangen und sehen kein Baustellenmaterial mehr“, sagt Bianca-Diana Dorkó. Zudem könne man bis dahin schon die Fläche der nächsten Baustelle, des Themenareals „Ursuppe“, vorbereiten. „Wir werden parallel zu den Arbeiten am Eingang mit dem Abriss der alten Asphaltschicht, die einst der Parkplatz war, beginnen“, sagt die Saurierparkchefin. Außerdem wolle man nach Fertigstellung des neuen Eingangs einen längeren Testlauf durchführen. „Das ganze Kassensystem wird elektronischer. Da müssen sich die Mitarbeiter intensiv einarbeiten.“

Doch bis das so weit ist, sieht Bauleiter Walter Morlock noch eine große Herausforderung. „Das Dach ist wirklich ein kompliziertes Modell. Denn es soll wie bei der Allianzarena in München aus dreieckigen Luftkissen bestehen. Diese sind auf einer speziellen Stahlkonstruktion aufgebracht. Sie ist wie ein großes Puzzle, denn jedes Bauteil muss einzeln zusammengesteckt werden“, erklärt er. Die eigentliche Schwierigkeit sei aber, dass das alles in der Luft geschehen müsse. „Der Aufbau wird etwa vier bis sechs Wochen dauern“, sagt der Bauleiter. Zeitgleich mit den Arbeiten am Dach sollen die Bauleute bereits im Inneren beginnen. „Sanitäranlagen, Putz, Türen und Fenster werden dann schon eingebaut“, sagt Walter Morlock.

Futuristischer Bau mit großer Kuppel

So entsteht ein 700 Quadratmeter großes modernes rundes Eingangsportal. Und das ist auch dringend notwenig. Denn rund 220 000 Gäste kamen im vergangenen Jahr nach Kleinwelka. Künftig finden sie im neuen Eingangsbereich Toiletten, ein Bistro mit Terrasse, einen Shop und einen Multimediaraum, in dem Filme gezeigt werden. Auch der Anblick des neuen Gebäudes wird die Besucher überraschen. Eine 25 Meter hohe Kuppel ist dann von Weitem gut zu sehen. Die Idee hinter dem futuristischen Bau ist, die Zellteilung als den Ursprung des Lebens abzubilden. Der Fachbegriff Mitose, der für die Zellkernteilung steht, stand dabei Pate für den Namen des Gebäudes: Mitoseum. In der Kuppel findet zudem ein animierter Saurier Platz. 15 Meter hoch und acht Meter lang, erkennen ihn die Besucher schon vom Parkplatz aus. „Das Besondere ist, dass es diesen Dino bisher noch nicht im Park gibt“, sagt Bianca-Diana Dorkó. Insgesamt investiert die BBB in den Neubau rund 1,9 Millionen Euro.