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Kamenz

Entscheidung zum Hallenbad verschoben

Wegen des Coronavirus fällt die Kreistagssitzung am Montag aus. Somit hängt auch die Kamenzer Schwimmhalle weiter in der Warteschleife.

Wie weiter mit dem Kamenzer Hallenbad? Die Frage sollte am Montag im Kreistag besprochen werden. Doch die Sitzung fällt wegen der Coronakrise aus.
Wie weiter mit dem Kamenzer Hallenbad? Die Frage sollte am Montag im Kreistag besprochen werden. Doch die Sitzung fällt wegen der Coronakrise aus. © Matthias Schumann

Kamenz. Es ist kein Wellenbad. Doch Wellen schlägt die Kamenzer Schwimmhalle dennoch immer wieder. Und beschäftigt auch die Kreisräte öfter als geplant. Am Montag sollte es zum wiederholten Mal um den Ersatzneubau für die verschlissene Anlage gehen. Doch das Hallenbad steht offenbar unter keinem guten Stern: Wegen der Coronakrise wurde die Kreistagssitzung abgesagt. Damit bleiben weiterhin viele Fragen offen.

Dabei schien die Zukunft des Hallenbades in Kamenz als Mischung aus Schul- und Vereinsschwimmhalle mit einem Erlebnisbereich im Vorjahr festzustehen. Eine prognostizierte Kostenexplosion stellt die Pläne aber wieder auf Anfang. Statt der bisher als Obergrenze festgelegten Kosten von 15 Millionen Euro waren nach einem ersten Planungsentwurf plötzlich 23 Millionen Euro im Gespräch. Dafür habe der Kreis keine Fördermittel in Aussicht, hieß es.

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Für die Fraktionen der Linken im Kamenzer Stadtrat und im Kreistag ist diese Kostenexplosion nicht nur ärgerlich, sondern auch schwer nachvollziehbar, wie sie in einer gemeinsamen Mitteilung feststellen.

Der Neubau dürfe aber, so der Kreis, die Summe für eine Sanierung nicht in einer Größenordnung von acht Millionen Euro überschreiten. Deshalb sollen die Pläne nun neu ausgerichtet werden. 

Zwei Vorschläge zur Debatte

Fest steht wohl, dass der Hallenbad-Standort Kamenz erhalten bleibt. Dieses neuerliche Bekenntnis sollte auch ein Punkt am Montag sein, aber mit verändertem Nutzungsschwerpunkt für ein Schul- und Vereinsschwimmen. Der Erlebnisspaß würde dabei auf der Strecke bleiben.

Zwei Beschlussvorschläge sollten zur Debatte stehen. Einer vom Landrat und einer der AfD. Beide sind inhaltlich nicht so weit auseinander. Kern ist ein Badkonzept für den Schul- und Vereinssport. Um den AfD-Antrag ging es bereits im Februar. Die Fraktion hatte einen Sonderkreistag initiiert. Es brauche aufgrund der aktuellen Situation einen zügigen Beschluss, damit die Verwaltung den Bau voranbringen könne, so die Begründung.

Es kam aber zu keiner Entscheidung. Die Fraktionen von SPD, Grünen und Linken lehnten eine Hauruck-Aktion ab. Das Thema sei zu wichtig, um darüber ohne Vorberatung in den Ausschüssen zu beschließen. Die Linke bekräftigte unterdessen, dass der „Hallenneubau keine weiteren Verzögerungen erfahren soll“. 

Finanzierung ist noch offen

So haben die Ausschüsse inzwischen getagt. Aber nun ist die Kreistagssitzung verschoben und damit auch die Beratung über den Beschlussvorschlag von Landrat Michael Harig (CDU).

Der hat neben dem Standortbekenntnis noch drei weitere Punkte. Darin verabschiedet sich der Kreis vom Erlebnisbereich und dem entsprechenden Fördertopf. Der Kreis hatte sich aus dieser Quelle einen höheren Zuschuss erhofft. Die sprudelt nicht mehr für ein reines Sportbad. Jetzt muss der Kreis neue Fördermöglichkeiten prüfen. Das ist Inhalt eines weiteren Punktes im Beschlussvorschlag. Dazu gehört auch eine Bedarfsanalyse für den Schul- und Vereinssport.

Außerdem soll der Landrat beauftragt werden, abgeschlossene Planungsverträge sofort zu beenden und auch zu prüfen, ob bereits erfolgte Planungen noch verwendbar sind. Bis zum Kreistag Mitte Mai sollten die Ergebnisse laut Fahrplan des Landrates vorliegen. Der könnte jetzt ins Schlingern geraten. Die Entscheidung zur Halle steckt in der Warteschleife.

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