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Haltestellen sollen versetzt werden

Die beiden Busstopps an der Dr.-Külz-Straße in Großenhain werden im nächsten Jahr auseinander gezogen. Zudem entsteht ein Zebrastreifen.

Die gegenüberliegenden Bushaltestellen an der Dr.-Külz-Straße in Großenhain sind gefährlich, wenn zwei Busse in Gegenrichtung gleichzeitig anhalten.
Die gegenüberliegenden Bushaltestellen an der Dr.-Külz-Straße in Großenhain sind gefährlich, wenn zwei Busse in Gegenrichtung gleichzeitig anhalten. © Anne Hübschmann

Großenhain. Wenn am Nachmittag um 13.41 beziehungsweise 13.42 Uhr die Schulbusse nach Unterrichtsschluss in die jeweils andere Richtung fahren, soll es besonders schlimm sein. Dann müssen Busfahrer wie Schulkinder an der Dr.-Külz-Straße am Schacht besonders aufpassen. Bis zu 35 Zusteigende wurden dann in die eine bzw. andere Richtung gezählt. Die Haltestellen liegen unmittelbar auf einer Höhe, es ist damit zu rechnen, dass Schüler oder auch Erwachsene hier schnell noch über die Straße laufen. 

Schon lange ist der Bildungsstandort Am Schacht in der Diskussion, was die Verkehrsanbindung anbelangt. Immer wieder gab es Streit um die vielen Fahrzeuge, die morgens die Schüler zeitgleich bis an die Schulen bringen und nachmittags auch wieder abholen. Dass auch der Busverkehr örtlich nicht optimal positioniert ist, kommt noch dazu. Lange schon wird um einen Zebrastreifen gekämpft. Die Tempo-30-Schilder hatten vor allem Eltern der Grundschule nach zähem Ringen erreicht.

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Stadt will Fördermittel beantragen

Doch schon seit knapp drei Jahren plant die Stadt eine neuerliche Veränderung. Ende 2017 war erstmalig angeregt worden, doch einen Fußgängerüberweg auf der Külz-Straße einzurichten. Der soll natürlich die Verkehrssicherheit der Fußgänger erhöhen. Wo er hinkommt, ist mittlerweile mit Polizei und Verkehrswacht abgestimmt. Doch eine Folge ist, dass die beiden gegenüberliegenden Haltestellen verlegt werden müssen.

Beim Landesamt für Straßenbau und Verkehr Dresden will die Stadt dafür Fördermittel akquirieren. Denn bisher gibt es nur auf einer Seite ein Bushäuschen. Auch auf der stadtauswärtigen Straßenseite soll nun ein Unterstand aufgestellt werden. Und zwar am neuen Platz unmittelbar vor der Grundschule. Die Haltestelle in stadteinwärtiger Richtung wird an den Parkplatz vorm KiK vorverlegt.

Stadt musste die Fläche kaufen

Offenbar haben sich die Vorbereitungen lange hingezogen. Denn die Stadt musste dieses Grundstück kaufen. "Wir danken der Eigentümergemeinschaft dafür und dem Notar, der die Umschreibung kostenfrei erledigte", sagte Stadtbaudirektor Tilo Hönicke jetzt im Technischen Ausschuss. 16 Eigentümer gehören zu der Gemeinschaft. Der KiK-Markt hätte sich weniger kooperativ gezeigt, so Hönicke. Großenhain will bei der Gelegenheit die Haltestellen auch gleich barrierefrei gestalten. Auf der entsprechenden Prioritätenliste der Stadt steht die Külz-Straße aber nicht.

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Die Haltestellenverlegung wird drei Buslinien betreffen: die 451, die 467 und den Stadtbus. Großenhain rechnet mit einer 75-prozentigen Förderung im nächsten Frühjahr. Im Sommer 2021 soll das Vorhaben umgesetzt werden. "Das ist auch nötig, und wir freuen uns, dass es endlich passiert", sagt Stadtrat und Oberschulleiter Axel Hackenberg. Stadtrat Thomas Neumann hat in der Vorlage aufmerksam gelesen, dass dann aber die Tempo-30-Schilder entfernt werden sollen. Allerdings gibt es noch die Verkehrszeichen "Achtung Kinder". Beides zusammen sei eigentlich gar nicht zulässig, so Matthias Schmieder, Sachgebietsleiter Stadtkultur und Ordnung. Die "Achtung Kinder"-Schilder seien aber haftungsrechtlich höher bewertet. Sie fordern situationsbedingt Schrittgeschwindigkeit oder sogar Anhalten.  

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