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Halteverbot vor Schule ärgert Großeltern in Kamenz

Am SZ-Lesertelefon

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Von Reiner Hanke

Rote Balken gekreuzte auf blauem Grund weisen auf ein striktes Halteverbot hin. Das gilt seit einigen Wochen an der Kamenzer Gickelsberg-Grundschule. „Wir haben uns sehr über die Sanierung der Schule gefreut“, sagte jetzt Dieter Häberlein am SZ-Telefon. Sein Enkel besuche die Schule. Er hole ihn ab und zu dort ab. Die Halteverbotsschilder im Nahbereich der Schule seien aber sehr ärgerlich. Nicht einmal zum Aus- und Einsteigen dürfe er mehr halten. Gestern wollte er Altpapier zur Schule bringen. Das sei nun auch schwierig. Reiche nicht ein eingeschränktes Halteverbot an der Schule? fragt der Rentner und kritisiert das drakonische Totalverbot. Die Stadt bleibt aber hart. Um das Verbot führe leider nichts drumherum, heißt es aus dem Rathaus. Begleitend zur Sanierung musste auch ein Brandschutzkonzept erarbeitet werden, so Stadtsprecherin Gisela Seidel: „Es ist wichtig, dass die Feuerwehrzufahrten immer freigehalten werden.“ Die Halteverbotsschilder würden das nun sicherstellen. Eltern hätten sich in der Vergangenheit immer wieder in die Einfahrten gestellt: „Das konnte die Stadt nicht akzeptieren.“ Gisela Seidel empfiehlt, die Kinder an der Fabrikstraße ein- und aussteigen zu lassen: „Das kleine Stück können sie laufen.“ Für die Altpapiersammlung müsse eine neue Lösung gesucht werden. Auch die sei im Halteverbot nicht mehr möglich.

Eine Leser-Frage beschäftigte sich am Dienstag mit der Ampel an der Eierbergkreuzung bei Pulsnitz. Warum müssen die Fahrer in der Nacht minutenlang warten, wenn kaum ein Fahrzeug unterwegs sei? Sabine Rötschke, Pressesprecherin im Landratsamt teilte jetzt mit: „Wir nehmen die Anregung des Lesers gern auf.“ Inzwischen sei das Amt mit der Signalbaufirma überein gekommen, die Lichtphasen „im Rahmen der technischen Möglichkeiten zu optimieren“, heißt es. Von Abschalten ist zwar noch nicht die Rede, aber die Wartezeiten sollen sich damit in verkehrsschwachen Zeiten verkürzen.

Michael Schönemann aus Kamenz kritisiert die Mängel am Haus Oststraße57: „Dort kümmert sich niemand um Ordnung und Sicherheit.“ Der Winterdienst sei vernachlässigt worden und der Fußweg verdreckt. Unter den Dachgauben habe sich Putz gelöst.

Diese Zustände seien bereits bekannt, erklärte Simone Rietscher von der Stadtverwaltung gegenüber der SZ. Inzwischen sei der Besitzer schriftlich aufgefordert worden, die Mängel zu beseitigen und seinen Pflichten als Eigentümer nachzugehen. Dazu gehöre der Winterdienst ebenso wie die Reinigung des Gehweges.