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Hamburger Straße wird 2012 ausgebaut

Die letzte marode Abschnitt der Hamburger Straße wird 2012 vierspurig ausgebaut. Für den Umbau des Teilstücks der Bundesstraße B6 zwischen Flügelweg und Meißner Landstraße werden rund 17 Millionen Euro investiert.

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Von Denni Klein

Die letzte marode Abschnitt der Hamburger Straße wird 2012 vierspurig ausgebaut. Für den Umbau des Teilstücks der Bundesstraße B6 zwischen Flügelweg und Meißner Landstraße werden rund 17 Millionen Euro investiert. Die Kosten sollen zu 75 Prozent vom Bund übernommen werden. Im Zuge des Großprojekts wird auch die Deutsche Bahn die Eisenbahnbrücke in Cotta neu bauen. Unterhalb der heutigen Brücke wird dann eine Zentralhaltestelle für Bus und Bahn entstehen, die das Umsteigen in den Regionalverkehr erleichtern soll. Heute ist der Abschnitt eine häufige Staufalle auf der wichtigen Anbindung zur Autobahn A4. Ohne den Ausbau würden sich die Verkehrsprobleme in Zukunft noch verschärfen, sagt der Leiter des Dresdner Straßen- und Tiefbauamts, Reinhard Koettnitz. Derzeit nutzen täglich im Schnitt 26000 Fahrzeuge den Bereich der Hamburger Straße. Bis 2020 werden bis zu 30000 Autos prognostiziert.

Verkehrstrasse wird begradigt

Mit dem Umbau des letzten Teils der Hamburger Straße soll die Straßenführung begradigt werden. „Derzeit hat die Trasse einen nicht notwendigen Kurvenverlauf, der immer wieder auch zu Unfällen führt“, sagt Reinhard Koettnitz. Allerdings müsse dafür noch Grundfläche in erheblichem Umfang gekauft werden. So wird die Mauer vor dem Areal der alten Brauerei verschwinden und Platz für Fahrspuren geben. Auch das Autohaus werde Flächen abgeben müssen.

Die Straßenbahn soll ein eigenes Gleisbett erhalten und von je zwei Fahrspuren pro Richtung gesäumt werden. „Damit wollen wir den ÖPNV deutlich beschleunigen“, erklärt der Amtsleiter. Derzeit werde die Bahn durch den Autoverkehr häufig blockiert. Die Dresdner Verkehrsbetriebe begrüßen die Pläne. „Eine Zentralhaltestelle wird die verschiedenen Nahverkehrsangebote noch attraktiver machen und die Sicherheit der Fahrgäste erhöhen“, sagt DVB-Sprecher Falk Lösch. Allerdings werde sich die Haltestellenstruktur dann insgesamt ändern. „Wir müssen dann den Haltepunkt Warthaer Straße versetzen, sonst steht die Bahn nur.“ Für die Fahrgastsicherheit soll die 45 Meter lange Haltestelle Ampeln an den Fußgänger- und Radfahrerquerungen erhalten. Die Planung habe noch strittige Punkte bei der Verkehrsführung, sagte Reinhard Koettnitz. So entsteht auf dem Areal der alten Brauerei bis ende 2009 ein Supermarkt, der an den Verkehr angebunden werden müsse. Nach zähen Verhandlungen habe man sich auf Ein- und Ausfahrt nur in stadtauswärtiger Richtung verständigt. Die Zufahrt soll kurz nach der Eisenbahnbrücke entstehen. Laut Edeka wird auch mit den Betreibern der Aral-Tankstelle über eine gemeinsame Zufahrtsregelung beraten. „Eine Querung oder ein Linksabbiegen vom oder zum Supermarkt an der Kreuzung Warthaer/Cossebauder Straße ist nicht möglich“, sagt Koettnitz. Eine Verkehrsinsel soll wildes Abbiegen verhindern. Umstritten sei auch die Ausfahrt aus der Bahnstraße, die nur noch nach rechts stadteinwärts möglich sein soll. Das war bisher die Umfahrung des Knotens Cossebauder Straße.