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Bischofswerda: Vorstoß für neues Handelszentrum

Ein Beschluss des Stadtrates steht den Plänen für ein Fachmarktzentrum entgegen. Nun will eine Fraktion die Sache voranbringen.

Auf dem Gelände des ehemaligen Fortbildungswerkes Bischofswerda ruhen die Abrissarbeiten. Denn zwischen Stadt und Investor gibt es keine Einigkeit zur Zukunft des Areals.
Auf dem Gelände des ehemaligen Fortbildungswerkes Bischofswerda ruhen die Abrissarbeiten. Denn zwischen Stadt und Investor gibt es keine Einigkeit zur Zukunft des Areals. © SZ/Uwe Soeder

Bischofswerda. Die Pläne für den Bau eines Handelszentrums zwischen Neustädter und Süßmilchstraße in Bischofswerda dürften spätestens nach der Sommerpause den Stadtrat beschäftigen. Die Fraktion Bürger für Bischofswerda (BfB) stellte jetzt den Antrag, die vor einem Jahr  für weite Teile des Stadtgebietes beschlossene Veränderungssperre für diesen Teil südlich der Bahnlinie aufzuheben, um dort Einzelhandel zu ermöglichen. Baurecht gibt es bisher nur für einen Lebensmitteldiscounter. Doch der Grundstückseigentümer hat weitere Pläne.

Vorschläge für Tierbedarf sowie Grün- und Baumarkt

Für das von ihm favorisierte Fachmarktzentrum mit mehreren Geschäften sprechen aus Sicht von BfB die Lage an mehreren großen Straßen sowie die Möglichkeit, in Bischofswerda noch nicht vorhandenen Einzelhandel - als Beispiel wird Tierbedarf genannt - oder auch Konkurrenzunternehmen wie einen zweiten Baumarkt anzusiedeln. "Zudem sollte versucht werden, mit dem Investor die Errichtung eines Grünmarktes/Regionalmarktes vertraglich zu vereinbaren",  heißt es weiter in dem vom Fraktionsvorsitzenden Robert Geburek vorgetragenen Antrag. 

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Nach Auffassung von Bürger für Bischofswerda steht der Standort - es handelt sich um das Gelände des ehemaligen Fortbildungswerkes - nicht in Konkurrenz zur Innenstadt, da "dort völlig anderer und vor allem kleinteiliger Einzelhandel angesiedelt" ist. Außerdem würde die Ansiedlung eines Fachmarktzentrums das Stadtgebiet südlich der Bahnlinie aufwerten.  

Ersatzgebiet fürs gestrichene Kaufland

Gleichzeitig wirbt die Fraktion dafür, das zuletzt 2016 aktualisierte Einzelhandels- und Zentrenkonzept fortzuschreiben. Seitdem habe es Veränderungen gegeben. So wurden die Pläne für ein Kaufland an der Stolpener Straße inzwischen beendet

Stattdessen könne der Bereich von Neustädter und Süßmilchstraße als Ersatz beziehungsweise Ergänzung für die wohnortnahe Versorgung in Form eines Fachmarkt-Standortes in das Konzept aufgenommen werden, schlägt die BfB-Stadtratsfraktion vor. 

Auch Linke/SPD und AfD plädieren für Handel an dieser Stelle. Widerspruch kommt von CDU und FDP.  Sie berufen sich auf die geltenden Stadtratsbeschlüsse und befürchten negative Auswirkungen auf den Einzelhandel in der Innenstadt. 

Der Streit, wie viel Einzelhandel Bischofswerda auf dem früheren Gelände des Fortbildungswerkes verträgt, ist inzwischen auch im Stadtbild sichtbar: Der Eigentümer stoppte die Abrissarbeiten. Man sieht große Berge an Bauschutt und zwei zur Hälfte abgerissene Gebäude, in denen jetzt Fledermäuse und geschützte Vögel nisten. (SZ/ir) 

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