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Handelshof Riesa expandiert

Das Unternehmen bereitet die nächste Erweiterung an der B 182 vor - und baut auch in Dresden.

Steffen Währa ist einer von drei Geschäftsführern des Unternehmens Handelshof Riesa. Die markanten roten Hallen am Riesaer Stadtrand sollen schon wieder erweitert werden.
Steffen Währa ist einer von drei Geschäftsführern des Unternehmens Handelshof Riesa. Die markanten roten Hallen am Riesaer Stadtrand sollen schon wieder erweitert werden. © Sebastian Schultz

Riesa. Corona-Zeit ist offensichtlich Zeit zum Heimwerken. "Wir haben zuletzt unzählige dieser grünen Metallzäune verkauft", sagt Steffen Währa. "Offenbar haben die Leute die Zeit genutzt, bei sich zu Hause einiges einzuzäunen." Der Geschäftsführer des Fachgroßhändlers Handelshof Riesa kann sich über die Nachfrage nicht beklagen. Ob es um Stahl und Werkstoffe geht, um Heizung und Sanitär, Werkzeug- oder Elektrotechnik: Gebaut wird offenkundig nach wie vor.

Weil das Geschäft läuft, wird der Platz auf dem Firmengelände an der B 182 nach Strehla jetzt knapp. Gerade erst hat das Unternehmen eine Baugenehmigung erhalten, um auf der Wiese Richtung Bundesstraße eine neue Lagerfläche zu errichten. In neuen, überdachten Regalanlagen sollen die Baustoffe Platz finden, die jetzt noch unter freiem Himmel zwischen den von weitem sichtbaren roten Hallen des Unternehmens liegen.

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Das wird aber nur ein Zwischenschritt. "So schaffen wir uns Platz, um in den nächsten Jahren eine Halle um 100 Meter Länge zu erweitern", sagt Steffen Währa.

An der Waltherstraße in Dresden will der Handelshof einen alten Fachmarkt umbauen - dabei spielt auch das markante Riesaer Rot (links) eine Rolle.
An der Waltherstraße in Dresden will der Handelshof einen alten Fachmarkt umbauen - dabei spielt auch das markante Riesaer Rot (links) eine Rolle. © Visualisierung: Handelshof Riesa
Auf dieser Fläche an der B 182 Richtung Strehla soll ein überdachtes Regallager entstehen.
Auf dieser Fläche an der B 182 Richtung Strehla soll ein überdachtes Regallager entstehen. © Sebastian Schultz
Wo jetzt noch Baustoffe unter freiem Himmel lagern, soll Platz für eine Hallenerweiterung werden.
Wo jetzt noch Baustoffe unter freiem Himmel lagern, soll Platz für eine Hallenerweiterung werden. © Sebastian Schultz

Warum ist das schon wieder nötig? Erst vor zwei Jahren war doch eine neue Halle eröffnet worden? "Die Kunden loben uns zwar für unsere Schnelligkeit", sagt Währa. "Aber im Stahlbereich könnten wir schon noch ein paar Artikel mehr vor Ort haben." Ziel sei es, möglichst alle Artikel innerhalb von 24 Stunden in der Region ausliefern zu können. Das klappt nur, wenn die Teile auch vorrätig sind - und ein Lager braucht nun mal Fläche.

Das Bauvorhaben mit einer Gesamtinvestition von rund 800.000 Euro an der Wittenberger Straße ist aber nicht das einzige, das der Handelshof Riesa aktuell stemmen will. Gleichzeitig will das Unternehmen auch in Dresden expandieren. "Wir haben dort schon 2001 einen Betrieb aus der Insolvenz heraus gekauft", sagt der 48-Jährige. Und diesen sanierungsbedürftigen Fachmarkt an der Waltherstraße - zwischen Hamburger und Bremer Straße - wolle man jetzt zeitgemäß ausbauen. "Die Baugenehmigung haben wir schon, im Frühjahr soll es losgehen."

Dresdens Baugeschäft boome, da wolle man präsent sein. Der dortige Markt richtet sich vor allem an Metallbau-Handwerker, die dort ein Sortiment vom Stahlträger über Bleche und Gitterroste bis hin zu Werkzeugen finden. "Die Kunden können dort bestellen und werden dann von Riesa aus am nächsten Tag beliefert - entweder zum Abholen im Dresdner Markt oder direkt auf die Baustelle."

Acht Betriebe, 240 Mitarbeiter

Neben Dresden gehören zum Handelshof Riesa auch Standorte in Glauchau, Meißen, Oschatz, Chemnitz, Döbeln und Großenhain. Insgesamt 240 Mitarbeiter beschäftigt das Unternehmen. Alle acht Betriebe gleichzeitig wollen bald auf ein komplett neues EDV-System samt Onlineshop umstellen. "Das wird ab Dezember förmlich auf den Kopf gestellt, daran arbeiten wir schon seit anderthalb Jahren", sagt der Geschäftsführer.

Die bisher verwendete Datentechnik habe ihre Wurzeln noch in den 80er Jahren. Die neue sei dann ein Sprung nach vorn, auch was die Produktivität angeht. "Die Ware wird dann gleich beim Eingang gescannt, Kunden können ihre Unterschriften auf Tablets leisten, sehen jederzeit, in welchem Status ihre jeweilige Bestellung ist", so der gebürtige Mecklenburger.

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Der Handelshof-Geschäftsführer geht davon aus, dass die Nachfrage in der Branche auch nach Corona keinen großen Dämpfer bekommt. Denn Export ist für das Riesaer Unternehmen kaum ein Thema: Beliefert werden Kunden in ganz Sachsen, teils auch auf Baustellen anderswo in Deutschland. "Die Leute investieren ins eigene Heim, der Trend geht zum Urlaub in Deutschland - das merkt man bei der Inlandsnachfrage." 

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