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Handfeste Argumente zur Himmelfahrt

Eine Schlägerei im Park brachte jetzt zwei Brüder vor Gericht. Am Ende gab’s aber Bewährung.

Von Rolf Hill

Gefährliche Körperverletzung lautete der Vorwurf gegen einen 27-Jährigen und seinen 30-jährigen Bruder. Während der Himmelfahrtsparty im Park soll demnach der jüngere der Brüder grundlos auf einen anderen Besucher eingeschlagen und ihn mit Fußtritten traktiert haben. Der Bruder beteiligte sich nicht aktiv, sondern er verhinderte das Eingreifen weiterer Personen und habe sich somit zumindest der Beihilfe schuldig gemacht, hieß es jetzt vor der Löbauer Außenstelle des Zittauer Amtsgerichtes. Der 27-Jährige räumte die Schläge ein. Der Alkoholgenuss habe wohl ein Übriges getan.

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Zuerst sei er von dem Schläger angepöbelt worden, sagte der Geschädigte aus. Er erlitt eine Nasen- und Mittelgesichtsfraktur, war sechs Wochen krank geschrieben. So schilderte es auch dessen Bruder. Er habe zwar helfen wollen, sei aber vom zweiten Angeklagten blockiert worden. Es sei alles sehr schnell gegangen. Insgesamt stimmte das in etwa mit den Aussagen der weiteren Zeugen überein.

Staatsanwalt Till Neumann beantragte für den ersten, aktiveren Angeklagten eine Haftstrafe von elf Monaten, ausgesetzt zur Bewährung auf zwei und ein halbes Jahr. Als Auflage solle dieser 2 000 Euro an den Geschädigten zahlen. Für den anderen Bruder sah er eine Geldstrafe in Höhe von 90 Tagessätzen zu 60 Euro als angemessen. Das Gericht unter Vorsitz von Richter Holger Maaß folgte im Wesentlichen den Anträgen des Staatsanwalts. Es verurteilte den ersten Angeklagten wegen vorsätzlicher Körperverletzung zu einer Freiheitsstrafe von zehn Monaten, ausgesetzt zur Bewährung auf zwei Jahre und sechs Monate. Als Auflage hat er in monatlichen Raten 2 000 Euro an den Geschädigten zu zahlen. Der zweite Angeklagte erhielt eine Verwarnung mit der Androhung einer Geldstrafe in Höhe von 90 Tagessätzen zu je 50 Euro. Und er muss 1 000 Euro an den Geschädigten zahlen.