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Handgemachte Weihnachten im Schlachthof

Die Idee zum Handmade-Markt wurde in Berlin geboren. Am Sonntag findet er zum zweiten Mal in Dresden statt.

© André Wirsig

Von Jana Mundus

Den Krampf vor dem Weihnachtsfest kennt wohl jeder: Was schenken wir bloß der Oma? Welches Präsent legen wir der modebewussten Schwester unter den Baum? Soll es für Mama schon wieder ein Gutschein für eine Wellness-Behandlung sein? Wer das Ausgefallene zum Schenken sucht, wird eventuell am Sonntag im Alten Schlachthof fündig. Zum zweiten Mal findet dort von 10 bis 18 Uhr der Handmade-Markt statt. Wie bei der Premiere im vergangenen April steht wieder Selbstgemachtes im Mittelpunkt. Diesmal allerdings als spezielle Weihnachtsedition.

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Einkaufsnacht am 1. Oktober in Dresden
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„Viele wollen den Menschen, die sie gern haben, nichts von der Stange schenken“, erklärt Organisatorin Maria Mendrok. Deshalb sei die Idee entstanden, beim jetzigen Markt im Herbst bereits das Weihnachtsthema aufzugreifen. „Der frühe Vogel fängt schließlich den Wurm“, fügt sie hinzu. Bei der ersten Auflage des Handmade-Markts waren im Frühjahr knapp 3 000 Besucher dabei. Nun hoffen die Veranstalter, dass auch das zweite Event bei den Dresdnern ankommt.

Die Idee zum Markt hatten Maria Mendrock und ihre Freundin Nicole Dietze bei einem Besuch in Berlin. Dort stöberten sie auf einem großen Markt, auf dem Selbstgemachtes angeboten wurde. Das müsste doch auch in Dresden funktionieren, sagten sie sich damals. Sie irrten sich nicht. Von den 100 Händlern, die im April bereits bei der ersten Auflage am Alten Schlachthof dabei waren, kamen allein 70 aus Dresden. Ein Großteil hat auch diesmal keinen weiten Anreiseweg. So stellt unter anderem die Dresdnerin Anke Isert den Besuchern ihre liebevoll gehäkelten Unschuldslämmer und Stupshasen vor. Diana Wald präsentiert ihre Handtaschen-Kreationen und Jaqueline Elsner lässt die Gäste von ihren Pralinen kosten. Auch die Herren kommen nicht zu kurz. Marco Wildner von der Nikkifaktur fertigt für sie nicht ganz alltägliche T-Shirts.

„Wir verstehen uns immer noch als eine Plattform von Kreativen für Kreative rund um selbstgefertigte Einzelstücke und Kleinserien mit Herz und Seele“, sagt Maria Mendrok. Künstler, Designer und kreative Köpfe sollen wieder die Chance erhalten, ihre Lieblingsstücke zu zeigen und abseits vom Massenkonsum in liebevolle Hände zu verkaufen. Ob Mode, Accessoires, Dekorationen, Papeterie, Möbel oder Kunst. Auch an die Kinder haben die Organisatoren gedacht. Damit ihnen die Zeit nicht lang wird, sind Bastelangebote und ein Kinderschminken vorbereitet.

www.handmademarkt.de