merken
PLUS Görlitz

Handwerk wird sich wieder verändern

SZ-Redakteurin kommentiert die Rückkehr der Meisterpflicht

© Bildstelle

Fluch und Segen war das, was die große Politik mit der Abschaffung der Meisterpflicht tat. In mehr als 50 Gewerken konnten sich Handwerker plötzlich selbstständig machen, die keinen Meisterbrief hatten – sei es, weil sie sich die teure Ausbildung nicht leisten konnten, sei es, weil sie sie fachlich vielleicht auch gar nicht geschafft hätten. In Windeseile breiteten sich viele kleine Ein- bis Dreimann-Unternehmen aus. Das Nachsehen hatten mittelständische Firmen, oft Familienunternehmen mit langer Tradition. 

Und wo es eben auch Tradition war und bis heute ist, dass mindestens einer ein Meister sein muss. Immerhin geht es um gute Handwerksqualität und letztlich um den guten Ruf des Handwerks. Dem scheint das Hin und Her um die Meisterpflicht nicht geschadet zu haben. Anderes aber ist durchaus nicht so gelaufen, wie gedacht. So verloren Mittelständler die Mitarbeiter, die in die Selbstständigkeit gingen und letztlich zur Konkurrenz wurden, indem sie günstigere Leistungen anboten. Was den Verbraucher sicher freute, denn der konnte jetzt zwischen meisterlichem Handwerkern und einer Stufe darunter auswählen – die natürlich zum Großteil auch hochwertige Arbeit gar nicht ausschloss.

StadtApotheken Dresden
Die StadtApotheken Dresden sind für Sie da
Die StadtApotheken Dresden sind für Sie da

Die StadtApotheken Dresden unterstützen Sie bei einer gesunden Lebensweise und stehen Ihnen sowohl mit präventiven als auch mit therapeutischen Maßnahmen, Arzneimitteln und Gesundheitsprodukten zur Seite.

Weiterführende Artikel

Der Meister kommt zurück

Der Meister kommt zurück

Für viele war die Abschaffung der Meisterpflicht ein Fehler – für Handwerker wie Arno Liebe aus Kodersdorf aber Glück.

Dass jetzt wieder klare Verhältnisse herrschen sollen, ist sicher ein gutes Zeichen an das Handwerk. Doch die Frage, warum letztlich nur 12 Gewerke die Meisterpflicht zurückbekommen, bleibt unbeantwortet. Das Nachsehen haben die über 40 Berufe, die sie nicht zurückbekommen.

Mehr Lokales unter:

www.sächsische.de/goerlitz

www.sächsische.de/niesky

Mehr zum Thema Görlitz