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Handwerker kauft das Herrenhaus

Der erste Bewerber hat einen Rückzieher gemacht. Jetzt gibt es für das sanierungsbedürftige Gebäude eine neue Perspektive.

Das Drauschkowitzer Herrenhaus wird zum zweiten Mal verkauft. Ein Handwerker aus dem Oberland bekommt diesmal den Zuschlag. Das hat der Doberschau-Gaußiger Gemeinderat jetzt entschieden. Der Tischlermeister will das Gebäude sanieren und Wohnungen einbauen, sechs könnten es werden. Aber bis alles fertig ist, werde es wohl drei Jahre dauern, schätzt der junge Mann, der bereits ein ähnliches Objekt auf Vordermann gebracht hat und vermietet. „Erst einmal werden wir das Dach sichern.“

Die Gemeinde ist froh, dass sie das stark sanierungsbedürftige Gebäude für einen Euro nun doch noch los wird. Im Frühjahr hatte sie es bereits einmal vergeben, doch der Interessent aus Naundorf zog sich zurück. Das unter Denkmalschutz stehende Herrenhaus ist weitgehend leer. Zuletzt war noch eine Wohnung im Obergeschoss belegt, aber die Mieterin ist vor Kurzem ausgezogen. Die Räume des Jugendklubs sind seit Längerem gesperrt.

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Offen ist allerdings, was aus dem Feuerwehrförderverein wird, der im Erdgeschoss einen Raum nutzt und im Sommerhalbjahr hinterm Haus seine Wettkampfstrecke aufbaut, um für den Feuerwehrsport zu trainieren. Auf Dauer kann er nicht im Haus bleiben. Nun muss nach einer Alternative gesucht werden. Der Verein sei über den beabsichtigten Verkauf informiert worden, sagt Bürgermeister Michael Schulze (CDU), habe sich aber bisher nicht bei der Gemeinde gemeldet. (SZ/MSM)