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Handwerkerschaft nicht zufrieden mit Kreisfusion

In einem Positionspapier an die Staatsregierung machen die Handwerker-Innungen deutlich, dass sie in der vom Kreistag beschlossenen Fusion von Döbeln, Freiberg und Mittweida eher Nachteile für die rund 880 Handwerksbetriebe der Region erwarten.

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Von Markus Tichy

In einem Positionspapier an die Staatsregierung machen die Handwerker-Innungen deutlich, dass sie in der vom Kreistag beschlossenen Fusion von Döbeln, Freiberg und Mittweida eher Nachteile für die rund 880 Handwerksbetriebe der Region erwarten. „Die Handwerkerschaft im Kreis Döbeln ist vernetzt mit dem Raum Muldental und Torgau-Oschatz. Dort sind unsere Kontakte. Die jetzt geplante Fusion bedeutet für uns den Wechsel in einen anderen Kammerbezirk“, sagt Ulrich Rudolph, Obermeister der Innung Sanitär, Heizung und Klima. Mitglieder der Innung – der größten im Kreis – haben gestern in Waldheim über das Positionspapier diskutiert.

„Wir befürchten, dass der Wechsel in den Regierungsbezirk Chemnitz für uns und damit auch für unsere Kunden zusätzliche Kosten bringt“, so Rudolph. Die Politik habe Entscheidungen getroffen, ohne die Handwerkerschaft einzubeziehen. Zwar habe es vor der Entscheidung im Kreistag ein Treffen mit Landrat Manfred Graetz gegeben, dennoch blieben die meisten Fragen zu diesem Zeitpunkt unbeantwortet. „Was wird mit der Sparkasse? Was wird mit den Abfallgebühren? Wir wollen von der Staatsregierung wissen, was auf uns zukommt“, so Rudolph.