merken
PLUS

Döbeln

Handy-Betrüger muss ins Gefängnis

Ein Mann aus Leisnig soll mehrfach betrogen haben. Das waren längst nicht alle Taten, wegen derer er verurteilt wurde.

© Hauke-Christian Dittrich/dpa (Symbolfoto)

Döbeln. Zwischen August 2014 und April 2019 soll ein 23-jähriger Mann aus Leisnig in 18 Fällen bei eBay-Kleinanzeigen Mobiltelefone und andere Waren angeboten haben. Die Käufer zahlten das Geld auf sein Konto ein. 

Die Waren erhielten sie aber nie. Es entstand ein Schaden von rund 4 000 Euro. Wegen dieser Vorfälle und wegen weiterer Taten stand der Mann zum wiederholten Male vorm Amtsgericht Döbeln. Vorgeworfen wurden ihm Betrug, Körperverletzung, Beleidigung, Fahren ohne Führerschein und Urkundenfälschung.

365 Tage für Patienten da

Die Dresdner City-Apotheken bieten mehr, als nur Medikamente zu verkaufen. Das hat auch mit besonderen Erfahrungen zu tun. Was, wenn Sonntagmorgen plötzlich der Kopf dröhnt oder die Jüngste Läuse mit nach Hause gebracht hat?

Der Angeklagte ist arbeitslos und hat keinen Beruf gelernt. Den Betrug beging er, um seinen Lebensunterhalt zu bestreiten. Schon einmal war er wegen einiger dieser Fälle angeklagt. Weil er damals aber zur Verhandlung nicht erschien, veranlasste das Gericht einen Sitzungshaftbefehl.

 Zu der Verhandlung wurde er von zwei Justizbeamten vorgeführt. Betrug ist nicht die einzige Straftat, wegen der er sich zu verantworten hatte. Am 16. September 2018 soll er in der Wilhelm-Ostwald-Straße in Leisnig seine Exfreundin, die ihm zuvor eine Ohrfeige versetzt hatte, geschubst haben. 

Die Frau fiel auf die Knie und schlug mit dem Kopf auf den Boden auf. Dabei erlitt sie Hämatome. Danach kam es zu einer Rangelei zwischen dem Angeklagten und der Mutter des Opfers. Die Mutter erlitt Schmerzen in der Schulter.

 Außerdem beleidigte er die Frauen. Weil seine Exfreundin ihn zuerst geschlagen hatte und eine Verurteilung nicht weiter strafverschärfend ins Gewicht fallen würde, wurde die Anklage wegen Körperverletzung und Beleidigung eingestellt.

Doch das ist noch nicht alles, was dem Beschuldigten zur Last gelegt wurde. Weil er am 13. Januar 2019 ohne Führerschein mit einem Pkw gefahren ist und er an dem Auto falsche Kennzeichen angebracht hatte, stand auch noch eine Anklage wegen Fahrens ohne Führerschein und Urkundenfälschung im Raum. 

Die Taten gestand der Angeklagte. Zahlreiche, auch einschlägige Einträge, hat der Leisniger bereits im Bundeszentralregister. Zur Tatzeit stand er unter Bewährung.

Wegen der ersten vier Betrugstaten muss er für ein Jahr und zwei Monate in Haft. Für die weiteren Taten verurteilte ihn Richterin Karin Fahlberg zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr und acht Monaten.

 Die Strafe von fast drei Jahren wird wegen der zahlreichen Vorstrafen nicht zur Bewährung ausgesetzt. In das Urteil, das noch nicht rechtskräftig ist, gehen vier weitere Urteile mit ein, eins vom Landgericht Dresden und drei vom Amtsgericht Döbeln. Vom Landgericht wurde er wegen des Mitführens von Waffen verurteilt (hk).