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Handy-Tickets sind noch Außenseiter

Görlitzer können Fahrscheine für Bus und Bahn auch elektronisch ordern. Im Stadtverkehr wird das bisher aber nur selten genutzt.

© Pawel Sosnowski/80studio.net

Von Ralph Schermann

Papierfahrschein war gestern. Klingelt das Handy-Ticket, heißt es „Einsteigen bitte!“ Auch im Verbandsgebiet des Zweckverbandes Verkehrsverbund Oberlausitz-Niederschlesien (Zvon) ist das möglich: Per Smartphone den Tarif auswählen und bei Kontrollen das Handydisplay vorzeigen.

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20 Verkehrsverbünde insgesamt gehören dem Verbundprojekt „Handy-Ticket Deutschland“an. Der Zvon zählt bislang rund 2 000 angemeldete Nutzer, informiert dessen Sprecherin Sandra Trebesius. Für die hiesigen Stadtbusse und Straßenbahnen kann das Norbert Weigt, Betriebsleiter der zum Zvon gehörenden Verkehrsgesellschaft Görlitz, noch nicht bestätigen: „Innerhalb Görlitz wird das nur selten genutzt.“ Das wird möglicherweise sowohl an den überwiegend älteren Fahrgästen liegen als auch daran, dass für wenige Haltestellen der klassische Ticketautomat keinesfalls umständlicher ist – andererseits werben die Verkehrsverbände nicht gerade üppig mit dem modernen Angebot. Zudem hat 2014 die Stiftung Warentest dem Projekt „Handy-Ticket Deutschland“ noch einige Tücken bescheinigt. Zu den Nachteilen zählt, dass kein Vorverkauf möglich ist, Akku und Netzempfang durchhalten müssen. In einigen Fällen werden je Ticketkauf auch Telefongebühren fällig.

Andererseits sind die Vorteile nicht zu bestreiten: Eine Suche nach Kleingeld in den Taschen erübrigt sich. Das Handy-Ticket ist beim Zvon ein Fahrschein wie jeder andere und gilt für Einzel-, Tages- und Kleingruppenkarten im Regional- sowie im Stadtverkehr. Über den Zvon-Vertrieb gibt es dabei auch rund zehn Prozent Rabatt. Beim heutigen Stand der Technik sind Zugänge dafür als Telefonanruf mit Kaufbestätigung per SMS, als kleines Java-Programm, als Applikation für iPhone und als Internetverbindung möglich. Ein wesentlicher Vorteil ist, dass der Kunde über das Handyportal auch in den 20 Partnerregionen Fahrscheine kaufen kann.

So geht es: Der Kunde registriert sich einmalig über das Internet und erhält im Anschluss eine Geheimzahl per SMS. Damit kann er dann bequem über das Handy Fahrscheine kaufen. Für den Ticketkauf stehen kostenlose Apps beim jeweiligen Anbieter (Android, Blackberry, iPhone) im entsprechenden Store zur Verfügung. Die Zahlung erfolgt per Lastschrifteinzug, Kreditkarte oder Prepaidverfahren.

Es gibt übrigens noch einen Unterschied zum gedruckten Fahrschein: Nach der Benutzung wäre es unklug, sein Handy-Ticket in den Papierkorb zu werfen.

 www.zvonhandyticket.de