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Döbeln

Happy End für Entenküken

Zum dritten Mal brütete eine Ente in einem Blumentopf in einer Arztpraxis. Zwei Küken wurden nun ihren gefiederten Eltern auf der Mulde übergeben.

Zwei Küken hat die Ente ausgebrütet, die sich einen Blumenkübel in einer Arztpraxis in Döbeln als Nistplatz ausgesucht hatte.
Zwei Küken hat die Ente ausgebrütet, die sich einen Blumenkübel in einer Arztpraxis in Döbeln als Nistplatz ausgesucht hatte. © Siegfried Reimer

Döbeln. Ente gut, alles gut! Dieses Fazit konnte Naturfreund Siegfried Reimer ziehen. Wie schon im Vorjahr hatte sich der Naturschutzbeauftragte rührend um eine Stockente gekümmert, die sich ausgerechnet einen Blumenkübel in der Döbelner HNO-Praxis von Deike Muth ausgesucht hatte. Täglich schaute der Döbelner in den vergangenen Tagen bei der jungen Stockente nach dem Rechten.

Am Freitagmorgen gegen 10 Uhr konnte er die frohe Botschaft verkünden, aus den drei Eiern in dem ungewöhnlichen Nest waren zwei Küken geschlüpft. „Kurz danach habe ich sie oberhalb vom Staupitzsteg, den auf der Mulde schwimmenden Eltern übergeben“, berichtet Reimer. 

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Wahrscheinlich war es eine Jungente, vermutet er. Stockenten sind erst im ersten bis zweiten Lebensjahr brutreif. Sie kümmerte sich bis dahin jedenfalls allein um den Nachwuchs. Das Männchen beteiligt sich weder am Nestbau noch an der Aufzucht. Vielleicht hatte sie nur einen noch jungen unerfahrenen Partner, so der Naturfreund.

Bereits zum dritten Mal hat eine Ente auf der Terrasse der Praxis im Topf einer Bonsai-Konifere ein Nest gebaut und ausgebrütet. Ob es dieselbe Stockente wie in den beiden Vorjahren ist, kann Reimer nicht sagen. „Die Kinder lernen von ihren Eltern. Deshalb ist es auch möglich, dass es ein weibliches Tier aus dem allerersten Gelege ist“, meint er. Denn die Enten merken sich Orte, an denen sie geschützt und ungestört sind.

Auch im Vorjahr hatte Reimer den gefiederten Eltern und ihren kleinen Federbällen den Weg ans Wasser erleichtert und mit einem Wassereimer als Transportmittel geholfen. Im ersten Jahr war es zu einem Familiendrama gekommen. Die Küken stürzten in einen Spalt und mussten von der Feuerwehr gerettet werden. Inzwischen wurden alle Öffnungen auf der Terrasse verschlossen. (mit rt)