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Harthaer Feuerwehr setzt sich für Zschopaufurt ein

Der Anfahrtsweg für die Fahrzeuge würde deutlich länger. Auch ans Löschwasser wäre nur schwer ranzukommen.

© Symbolfoto/Uwe Soeder

Von Jens Hoyer

Döbeln/Hartha. In die Debatte um den Rückbau der befestigten Zschopaufurt in Limmritz hat sich jetzt auch die Feuerwehr Hartha eingeschaltet. Gemeindewehrleiter René Greif schickte eine Stellungnahme an die Stadtverwaltung Döbeln mit der Aufforderung, die Entscheidung zu überdenken. Die Verwaltung soll sich für den Erhalt der Furt einsetzen, die aus Greifs Sicht für Feuerwehreinsätze notwendig ist. Die Furt stellt die direkte Verbindung zur Bungalow-Siedling auf der anderen Seite der Zschopau her und zur Ortschaft Saalbach. Als vor sechs Jahren eine Scheune im Landwirtschaftsbetrieb Kutscher und Partner in Saalbach brannte, waren auch die Limmritzer im Einsatz. „In so einem Fall brauchen wir jeden Mann. Heute kann keine Feuerwehr mehr behaupten, genügend eigene Kräfte zu haben.“ Ohne Furt müssten die Limmritzer erst den langen Umweg über die B 175 nehmen. Bis zur Bungalow-Siedlung wäre der Umweg sogar noch weiter. Ein Teil der Siedlung liegt auf Harthaer, der andere auf Döbelner Flur.

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Und noch ein Argument hat Greif, um die Furt zu erhalten. Sie ist die Zufahrt zum Löschwasser, der Zschopau nämlich. Fällt die Furt weg, fällt auch der Anfahrtsweg weg. Nicht zuletzt würde Kleinlimmritz die einzige Zufahrt verlieren, die Schwerverkehr aufnehmen kann. „Wenn es wieder mal ein Hochwasser gibt, wie schaffen sie dann die Sedimente weg, wenn es die Furt nicht mehr gibt?“, so Greif.

Auch für das jetzt geplante Beräumen der Geröllbank in Kleinlimmritz will die Landestalsperrenverwaltung die Furt für den Abtransport nutzten – um sie danach gleich mit wegzureißen.