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Harthaer Gewächshäuser später fertig

Das Projekt eines Dresdner Geschäftsmanns gerät ins Stocken. Dennoch hat er zu einem Richtfest eingeladen.

Wolfgang Schuster (links) wollte mit seinem Gewächshausprojekt schon weiter sein. Immerhin steht nun die Hülle des Sozialtraktes.
Wolfgang Schuster (links) wollte mit seinem Gewächshausprojekt schon weiter sein. Immerhin steht nun die Hülle des Sozialtraktes. © Lars Halbauer

Hartha. Es geht voran. Wenn auch nicht so schnell, wie sich Wolfgang Schuster das wünscht.

Der Geschäftsführer der Alextan Spezialglas GmbH und der Verein Lebenshilfe Fortis Unum aus Dresden wollen drei Gewächshäuser so umbauen, dass sie null Energie verbrauchen, Gemüse und Obst anbauen und dazu Menschen mit Beeinträchtigung eine Arbeitsperspektive geben. Auf dem Gelände der Harthaer Blubäu Gärtnerei haben sie drei Pflanzhäuser gefunden, die bereits seit der Wende leer stehen.

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Zugang zum Sozialtrakt ist barrierefrei

Am Freitag hat Schuster schon mal zu einem „kleinen Richtfest“ eingeladen. In Fertigteilbauweise ist zumindest die Hülle des späteren Sozialtraktes entstanden. In dem reichlich 60 Quadratmeter großen Gebäude sollen das Büro, ein Aufenthaltsraum und die Küche untergebracht werden. „Es ist wichtig, dass diese Räume zuerst fertiggestellt werden“, sagt Schuster. Er verweist darauf, dass der Zugang zum Sozialtrakt barrierefrei sein wird, und dass demnächst die WC-Anlagen geliefert werden.

Bei der Beschaffung des Fertigteilgebäudes hatte Schuster Glück. Durch Zufall erfuhr er, dass der Tiefkühlkostanbieter Eismann in Chemnitz umziehen musste. „Wir wollen Wolfgang Schuster bei seinem Projekt unterstützen, deshalb stellen wir die Container zur Verfügung“, sagt Norbert Lanzky, Regionaler Vertriebsleiter bei Eismann. Bis der Sozialtrakt bezugsfertig ist, muss aber noch eine Summe von 40.000 bis 50.000 Euro investiert werden.

Zusage zu Fördergeld steht noch aus

An den Gewächshäusern ist bisher nur das alte Glas entfernt worden, außerdem sind zwei große Container mit Schrott abtransportiert worden. Im Frühjahr hatte Schuster davon gesprochen, dass bis Herbst 2020 alles stehen soll. Doch davon ist man weit entfernt. Nun hat er sich als neues Ziel März 2021 gesetzt. „Das hängt aber davon ab, wie es mit der Förderung läuft“, sagt der Geschäftsmann. Über die „Aktion Mensch“ hat er für das Inklusionsprojekt 300.000 Euro beantragt. Die schriftliche Zusage stehe aber noch aus. Zudem habe er bei der Sächsischen Aufbaubank über seine Firma Alextan Spezialglas ein Darlehen beantragt.

Trotz aller Schwierigkeiten strahlt Wolfgang Schuster Zuversicht aus. Neben der Firma Eismann ist er auch der Stadt Hartha dankbar. Die Verwaltung hat den Kontakt zur Firma Blubäu hergestellt und unterstützt den Unternehmer bei der Beantragung von Fördergeld. „Die Gewächshäuser standen leer und werden nun wieder einer Nutzung zugeführt“, sagt Bürgermeister Ronald Kunze (parteilos).

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