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Hartmannsdorf richtet Bobritzschtaltreffen aus

Der Ort hat sich mit Erfolg um die Veranstaltung beworben. Mit ihr verbindet sich auch eine Hoffnung.

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Von Regine Schlesinger

Gute Nachrichten kommen aus Hartmannsdorf. Die Vereine des Ortes hatten sich zusammen mit Bürgermeister Reinhard Pitsch (parteilos) auf eine Bewerbung fürs nächste Bobritzschtaltreffen am 28. Juni 2015 verständigt. Das Kuratorium dieser Veranstaltung nahm die Bewerbung an und traf am Montag die Entscheidung, das Treffen der Bobritzsch-Anrainer nach Hartmannsdorf zu vergeben.

Das ist eine große Herausforderung für den Ort, aber auch eine große Chance. So sieht es jedenfalls der Hartmannsdorfer Gerd Stumpe, der zusammen mit Jürgen Rüdiger vom Männergesangsverein die Fäden für das ehrgeizige Vorhaben in der Hand hält. Er hofft, dass bei der gemeinsamen Vorbereitung des Treffens, das an den beiden Tagen zuvor durch ein Dorffest begleitet wird, und auch bei der Veranstaltung selbst die Querelen im Ort in den Hintergrund rücken und es alle schaffen, an einem Strang zu ziehen, egal ob sie Befürworter oder Gegner der Fusion mit Frauenstein sind.

Nächste Chance erst 2020

Wenn die Hartmannsdorfer diese Chance jetzt nicht genutzt hätten, wäre der nächstmögliche Termin erst im Jahr 2020 gewesen, da für die dazwischenliegenden Treffen bereits Falkenberg und Frauenstein so gut wie feststehen, sagt Gerd Stumpe. Frauenstein begeht 2018 ein Jubiläum, deshalb wird sich der Zweijahresrhythmus des Bobritzschtaltreffens um ein Jahr verschieben, da die Stadt beide Veranstaltungen zusammenlegen möchte.

Viel Zeit für die Vorbereitungen bleibt Hartmannsdorf nicht mehr. Bereits nach Ostern will das Bobritzschtal-Kuratorium ein Konzept sehen. Deshalb werden sich alle Vereinschefs und der Hartmannsdorfer Wehrleiter bereits am kommenden Montag zu einem ersten Infoabend treffen und dabei auch die weiteren Schritte festlegen, sagt Gerd Stumpe. Die mitwirkenden Vereine sind der Heimatverein, der Männergesangsverein und der Sportverein. Auch der Jugendklub will sich beteiligen.

Das letzte Treffen hatte Bobritzsch ausgerichtet und damit einen richtigen Treffer gelandet. „Das ist für uns eine Nummer zu groß“, schätzt der Hartmannsdorfer realistisch ein. Trotzdem steht als Ziel natürlich, ein gelungenes Fest auszurichten, das im eigenen Ort wie im ganzen Bobritzschtal in guter Erinnerung bleibt. Gerd Stumpe ist zuversichtlich, dass das mit der Unterstützung aller Vereine, ortsansässiger Betriebe und der Bürger auch gelingt. „Die Hartmannsdorfer waren immer gute Gastgeber“, sagt er. Erste Ideen fürs Dorffest und das Bobritzschtaltreffen gibt es bereits. Die Feuerwehr will ein Volleyballturnier ausrichten, an dem sich Mannschaften aus allen Orten des Bobritzschtales beteiligen können. Auch an einen Löschangriff, der immer viel Aktion bietet, ist gedacht. Gerd Stumpe will auch versuchen, den Orientierungslauf der Feuerwehren nach Hartmannsdorf zu holen, denn „ …das wäre schon ein großer Pluspunkt. Es wartet noch viel Arbeit auf die Organisatoren, aber davon lässt sich niemand entmutigen.

Das Bobritzschtaltreffen 2015 wird das sechste Treffen sein und das erste, das von einer Anrainergemeinde aus dem Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge ausgerichtet wird. Zu den Anrainern des Flusses gehören sechs Gemeinden mit 15 Ortsteilen, die in den Landkreisen Sächsische Schweiz-Osterzgebirge und Mittelsachsen liegen. Das Heimattreffen dient dem Kennenlernen, der Präsentation und der Pflege des Brauchtums.